Polizei

17-Jähriger mietet Auto mit gefälschten Dokumenten und parkt auf Polizei-Parkplatz

Dortmund - Eigentlich hatte alles funktioniert: Mit gefälschten Dokumenten hatte sich ein 17-Jähriger bei einer Leihwagenfirma einen BMW gemietet. Doch dann parkte er auf dem falschen Parkplatz.

Ziemlich abgebrüht oder einfach unwissend war wohl ein 17-jähriger Düsseldorfer, der am Donnerstagmorgen mit einem Leihwagen auf dem Dienstparkplatz der Bundespolizei vor dem Dortmunder Hauptbahnhof parkte. Wie sich herausstellte, hatte der Jugendliche sich nämlich den hochmotorisierten BMW nämlich mit gefälschten Dokumenten gemietet.

Nach Angaben der Bundespolizei wollten Beamte nach einer Streifenfahrt gegen 2.45 Uhr auf dem Dienstparkplatz parken. Da stand allerdings schon ein Auto. Weshalb die Beamten den Wagen kurzerhand zuparkten, so dass der Eigentümer sich in der Wache melden musste.

Ein ziemlich jung aussehender Fahrer

Als der dann in die Wache kam, stutzen die Polizisten erst einmal. Denn der Fahrer sah ziemlich jung aus, dabei sei er aber schon 23 Jahre alt. Zumindest nach seinem Führerschein und seinem Reisepass, die beide aus Tschechien stammten. Weil die Bundespolizisten weiterhin Zweifel am Alter des Inhabers hatten, überprüften sie seine Dokumente und Fingerabdrücke.

Dabei stellt sich zum einen heraus, dass sowohl der Führerschein als auch der Reisepass gefälscht waren und zum anderen, dass es sich bei dem Jugendlichen um einen 17-Jährigen aus Düsseldorf handelte.

Dieser gab daraufhin bereitwillig Auskunft, dass er die Dokumente im Internet bestellt hatte. Damit habe er dann den BMW X6 für acht Wochen bei einer Mietwagenfirma in Recklinghausen gemietet. Die Bundespolizei stellte den Wagen daraufhin sicher und gab der Firma Bescheid.

Jugendlicher durfte nur begleitet fahren

Immerhin: Einen Führerschein besaß er - jedoch mit Auflage des "begleiteten Fahrens". Die Bundespolizei leitete gegen den Jugendlichen, der bereits wegen dem unbefugten Gebrauch eines Fahrzeugs polizeilich in Erscheinung getreten war, ein Strafverfahren wegen Betrugs, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie ein Bußgeldverfahren wegen falscher Namensgabe ein.

Später durfte der 17-Jährige die Wache wieder verlassen - Allerdings ohne Autosschlüssel.

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