Polizeiaktion

Dortmunder Hauptbahnhof wird zum zweiten Mal Waffenverbotszone

Häufiger als früher stellt die Bundespolizei am Hauptbahnhof Waffen sicher. Vor allem Messer kommen zahlreicher vor. Mit einer Verbotszone will die Bundespolizei dagegen vorgehen.

Am Wochenende 22. bis 24. März (Freitag bis Sonntag) wird der Dortmunder Hauptbahnhof zur "Verbotszone" für Waffen. Das teilte die für Bahnhöfe zuständige Bundespolizei am Donnerstag mit.

Das Verbot umfasst Schuss- und Schreckschusswaffen sowie Messer, Hieb-, Stich- und Stoßwaffen und gilt auch an den Hauptbahnhöfen in Gelsenkirchen, Essen und Mülheim an der Ruhr, jeweils von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens.

Immer häufiger haben Menschen im Bahnhof Waffen dabei

Die Bundespolizei reagiert damit auf die Tatsache, dass bei Kontrollen durch Bundespolizisten vermehrt Waffen und Messer aufgefunden werden. "Oftmals wurden diese bei der Begehung von Straftaten mitgeführt, in Einzelfällen sogar eingesetzt", heißt es in der Mitteilung.

Auch aktuell stelle die Bundespolizei für das Jahr 2018 eine ähnliche Tendenz fest: "An den Hauptbahnhöfen in Dortmund, Gelsenkirchen, Essen und Mülheim/Ruhr wurden über 200 Sachverhalte registriert, bei denen Waffen im herkömmlichen Sinne, aber auch Messer, Hieb-, Stich und Stoßwaffen registriert wurden."

Besonders häufig seien Einhandmesser sichergestellt worden. Das sind kompakte Messer, die sich mit einer Hand schnell öffnen lassen.

"Auffällig aggressives Verhalten von Jugendlichen und jungen Männern"

Gerade an den Wochenenden komme es in den Bahnhöfen zu Auseinandersetzungen, berichtet die Bundespolizei. Oft seien Alkohol und Drogen im Spiel. "Auch das auffällig aggressive Verhalten von Jugendlichen und jungen Männern gegenüber Reisenden, Bahnmitarbeitern und Bundespolizisten, wie zuletzt am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen, sind Feststellungen, die ein Handeln der Bundespolizei erforderlich machen."

Verstöße gegen das Waffenverbot können mit 100 Euro Bußgeld geahndet werden. "Die Bundespolizei wird ihre Maßnahmen mit Augenmaß durchführen. Gegen Problemklientel werden wir jedoch entschlossen und mit aller Konsequenz vorgehen."

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