Polizeipräsident begrüßt Urteil

Rechtsextremer Dortmunder zu Gefängnisstrafe verurteilt

Dortmund (dpa/lnw) - Ein Rechtsextremer fällt immer wieder durch Schlägereien und Beleidigungen auf. Das Gericht verhängt mehr als zwei Jahre Gefängnis.

Nach einer Serie von Körperverletzungen, Beleidigungen und Bedrohungen hat das Dortmunder Amtsgericht einen bekennenden Rechtsextremen zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der mehrfach vorbestrafte 26-Jährige soll unter anderem vor einer Kneipe in der Dortmunder Innenstadt einem anderen Besucher zwei Zähne ausgeschlagen haben. Auf einer Kirmes beleidigte er nach Ansicht der Richter einen Angehörigen der Volksgruppe der Sinti und schlug auch diesen. Im Prozess hatte der 26-Jährige die Vorwürfe zum Teil zugegeben. In seinem letzten Wort vor dem Urteil warf er den Richtern aber vor, jegliche Objektivität vermissen zu lassen.

Der Angeklagte sitzt seit seiner Festnahme im November 2018 in Untersuchungshaft. Dort muss er auch nach dem Urteil vom Donnerstag bleiben. Die Richter begründeten dies sowohl mit Wiederholungs- als auch mit Fluchtgefahr. Es sei zu erwarten, dass der vorbestrafte Rechtsextreme nach einer Entlassung sofort wieder straffällig würde. Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange begrüßte das Urteil. "Es sendet ein deutliches Signal in Richtung der rechten Szene, die wir intensiv im Blick haben und der wir keine Freiräume in Dortmund lassen", sagte er.

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