Private Halloween-Geisterbahn

Das ist Dortmunds gruseligster Vorgarten

RAHM - Mitten in einer ruhigen Wohnsiedlung in Jungferntal wird es diesen Dienstag gruselig: Zu Halloween haben Melanie und Marcus Gehrmann eine eigene private Geisterbahn in ihrem Vorgarten zusammengebastelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir haben uns vorab mit der Videokamera ins Grusel-Labyrinth gewagt.

Wer in die Wienstraße einbiegt und am Dienstag das Haus mit der Nummer 17 sucht, der wird ohne lange Sucherei sagen können: Das muss es sein. Für Halloween-Fans jedenfalls wird es sich lohnen, diese Adresse ins Navi einzugeben und vorbeizukommen. Egal ob mit Kindern oder ohne.

Wer dann von Weitem das Haus sieht, in dem Melanie und Marcus Gehrmann wohnen, der wird viel Licht und viel Dekoration im Vorgarten und einen Pavillon in der Auffahrt erkennen. Wer dann direkt vor dem Haus steht, der wird eine schaurig-schöne und fabelhaft-grausige Halloween-Welt mit unzähligen Details ausmachen, wie sie so mancher Freizeitpark vermutlich nicht hinbekommt.

Denn wer sich traut und sich vom Galgen, dem Sarg und aus dem Boden ragenden Händen im Vorgarten nicht abschrecken lässt und sich in den Pavillon begibt, wird sich einige Male erschrecken. Garantiert. Skelette, ummodellierte Puppen, Bewegungsmelder, Nebel, Laub und? Zu viel wird hier jetzt nicht verraten.

"Wir mögen das, wir haben Spaß daran", sagt Melanie Gehrmann. "Jeder, der will, kann gerne reingucken." Reingeguckt hat auch schon der Paketbote. Und in den vergangenen Jahren haben Polizei und Müllabfuhr auch schon Zwischenstopps vor dem Haus eingelegt, um Fotos vom Spektakel zu machen.

2006 fingen die Gehrmanns mit der Halloween-Deko an

Der Pavillon, diese kleine, aber feine Geisterbahn, aus eigener Hand erschaffen, steht so zwar zum ersten Mal. Aber schon in den Vorjahren haben die Gehrmanns ihren Vorgarten so dekoriert, dass sie an Halloween 2016 bis 22 Uhr 12 Kilogramm Süßigkeiten an Kinder verteilt haben.

Dabei hat alles ganz klein begonnen. "Angefangen hat alles 2006 mit einer Halloweenfeier im Garten, mit Grabkerzen und selbst gezimmerten Holzkreuzen", sagt Melanie Gehrmann. Nach und nach ist das Interesse an dem so amerikanischen Brauch stärker geworden - zusammen mit der Kreativität.

Geisterbahn-Erbauerin hat Angst vor Horrorfilmen

Knapp zwei Wochen lang hat das Ehepaar zuletzt intensiv an seiner Halloween-Landschaft gebastelt und gezimmert. Benutzt haben die beiden zum größten Teil Dinge, die sie schon hatten. Alte Gardinen oder Holzlatten zum Beispiel. Masken und Puppen haben sie gekauft, aber dann selbst noch einmal verfeinert.

"Wenn ich dekorieren kann, gehe ich auf", sagt Melanie Gehrmann. Und dass Ehemann Marcus ein geschickter Tüftler ist, tut der ganzen Sache auch gut. Nebelmaschine, Akustik, bewegliche Puppen und noch ein bisschen mehr hat er gebastelt. Ganz gleich, auf was für schaurig-schöne Ideen die beiden kommen - aus Horrorfilmen haben sie die nicht. "Absolut nicht, die guckt sie nur mit geschlossenen Augen", sagt Marcus Gehrmann über seine Frau und grinst.

Halloween-Kulisse ist eine Herzensangelegenheit

Beim Gang durch die Gruselbahn und das Sprechen darüber lacht Melanie Gehrmann viel. Für sie und ihren Mann ist diese Halloween-Kulisse dort vor ihrem Haus eine Herzensangelegenheit. Wie diese kleine Welt aus Skeletten und Clowns und Blut noch getoppt werden kann im nächsten Jahr? "Mal gucken. Wir brauchen noch mehr Live-Akteure", sagt sie. Die schleichen nämlich auch durch die Gänge im Pavillon vor dem Haus mit der Nummer 17 in der Wienstraße.

Der Gang jedenfalls wird sich lohnen. 20 Kilo Süßigkeiten stehen am Ende bereit, verrät Marcus Gehrmann. "Wer es hier durch schafft, bekommt am Ende auch was davon."

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