+
Feuerwehrmänner demonstrieren das Vorgehen bei einem Brand in einer Garage.

Problem für die Feuerwehr

Garagen sind oft Rumpelkammern

WALTROP - Wenn die Feuerwehr heute eine brennende Garage öffnet, ist keineswegs gesagt, dass sie dahinter ein Auto vorfindet. Immer häufiger nutzen Bürger ihre Garage für alles Mögliche, aber nicht zum Abstellen ihres Fahrzeugs. Das steht dann auf der Straße – mit den Parkraum-Problemen, die sich wiederum daraus ergeben.

Wenn die Feuerwehr heute eine brennende Garage öffnet, ist keineswegs gesagt, dass sie dahinter ein Auto vorfindet. Immer häufiger nutzen Bürger ihre Garage für alles Mögliche, aber nicht zum Abstellen ihres Fahrzeugs. Das steht dann auf der Straße – mit den Parkraum-Problemen, die sich wiederum daraus ergeben. Dass der Nutzung einer Garage rechtliche Grenzen gesetzt sind und im Falle eines Falles sogar ein Bußgeld droht, darauf machte kürzlich die Stadt Niederkassel ihre Bürger per Pressemitteilung aufmerksam – und zog viel Zorn auf sich. Tenor vieler Kritiker: „Ich kann doch wohl mit meiner Garage machen, was ich will.“ Kann man nicht. Geregelt ist das im Paragrafen 51, Absatz 8, der Landes-Bauordnung: Garagen dürfen demnach nicht zweckentfremdet werden. Laut Mitteilung der Stadt Niederkassel sind in der Garage allein erlaubt: „Winterreifen, der Rangierwagenheber und geringe Mengen Kraftstoff“. Feuerwehr-Sprecher Jochen Möcklinghoff sieht aus Brandschützer-Sicht einigen Sinn darin, dass es Vorschriften zur Garagen-Nutzung gibt. Er hat noch den jüngsten Garagenbrand in Waltrop am Nordring vor zwei Wochen vor Augen. Auch dort fanden die Brandschützer kein Auto vor, dafür aber jede Menge andere Gegenstände.

Propangas-Flaschen keine Seltenheit

In Zeiten des Gas-Grillens seien mehrere Propangas-Flaschen in der Garage keine Seltenheit mehr, mancher hat außerdem vielleicht noch einen Heizpilz dort gelagert. Dazu kommen Lacke und Farben und all das, was man eben nicht so gern sichtbar im Haus herumstehen hat, das aber irgendwo hin muss. Ähnlich wie beim Keller sei es auch bei der Garage so, dass die vorgefundene Gesamt-„Brandlast“, also die Wärme, die bei der Verbrennung von Gegenständen entstehen kann, mit den Jahren immer weiter gewachsen sei, beobachtet Möcklinghoff. Weil die Leute eben viel mehr Dinge in der Garage „parken“, von denen sie glauben, sie könnten sie vielleicht irgendwann noch einmal brauchen. Und dann häufig doch nie mehr verwenden. Aus Sicht der Feuerwehr ist das fatal: Einen Garagenbrand zu löschen, wird so nur schwerer. Martin Voskort, bei der Stadtverwaltung für die Bereiche Sicherheit, Ordnung und Verkehr zuständig, sagt, aktuell habe er keine Fälle auf dem Tisch, wo sich jemand über eine nicht zulässige Garagen-Nutzung beklagt. Vor einer Weile habe es einmal den Hinweis gegeben, jemand lagere vermeintlich leicht entflammbare Stoffe in seiner Garage. „Wir waren da und haben ihn gebeten, das anders zu lösen“, sagt Voskort. Das sei geklärt worden.

"Zum Parken da"

Natürlich seien Garagen in erster Linie zum Parken da. Aber von sich aus in irgendeiner Weise in der Angelegenheit tätig zu werden, plant das Ordnungsamt dem Vernehmen nach derzeit nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Eskalation bei Kurden-Demo in Herne, Brand mit einer Toten in Datteln absichtlich gelegt?
Eskalation bei Kurden-Demo in Herne, Brand mit einer Toten in Datteln absichtlich gelegt?
Schlangenalarm in Pelkum: Feuerwehr schnappt 1,80 Meter lange Boa Constrictor 
Schlangenalarm in Pelkum: Feuerwehr schnappt 1,80 Meter lange Boa Constrictor 
Frau stirbt bei Wohnungsbrand an der Holtbredde - Mordkommission ermittelt
Frau stirbt bei Wohnungsbrand an der Holtbredde - Mordkommission ermittelt
Großer Andrang in der City: Datteln im Herbst trumpft mit PS-Monstern und Holland-Spezialitäten auf
Großer Andrang in der City: Datteln im Herbst trumpft mit PS-Monstern und Holland-Spezialitäten auf
Hausnummern-Suche mit Problemen - worauf die Anwohner nun bauen
Hausnummern-Suche mit Problemen - worauf die Anwohner nun bauen

Kommentare