Projekt der Alevitischen Gemeinde

Neuer Bauplatz für das Interkulturelle Zentrum in Eving

Eving - Die Alevitische Gemeinde in Eving nimmt einen neuen Anlauf für den Bau des Interkulturellen Zentrums in der Evinger Mitte - an leicht verändertem Standort. Für das mehrfach verschobene Bauprojekt gibt es nun auch einen neuen Zeitplan.

Statt auf dem Parkplatz hinter der Polizeiwache an der Deutschen Straße soll das Projekt nun etwas weiter östlich angrenzend an die Straße Am Katzenbuckel realisiert werden.

Durch die Erweiterung der Polizeiwache ist auf dem ursprünglich vorgesehenen Grundstück nicht mehr genug Platz, erklärte Ismail Köylüoglu von der ImDo gGmbh, dem offiziellen Projektträger, am Montagnachmittag bei einem Vor-Ort-Termin mit der Grünen-Ratsfraktion. Dabei sind die Baupläne gegenüber der ursprünglichen Planung sogar schon etwas abgespeckt. Ein Mehrgenerationenwohnen gehört nun nicht mehr zum Programm.

Entstehen sollen auf der Brachfläche zwischen Nordfriedhof und dem neu angelegten Fußweg südlich der Deutschen Straße ein 400 Quadratmeter großer Veranstaltungssaal, eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen, ein Seniorentreff und ein zweigeschossiges "Cem"-Haus als kulturelles Zentrum. "Cem bedeutet Zusammenkunft", erläuterte Köylüoglu. Im neuen Gemeindezentrum der Aleviten sollen weltliche und interreligiöse Gespräche und besinnliche Kulturveranstaltungen wie Lesungen und Konzerte stattfinden. Haus und Gelände sind komplett offen für alle, betont Köylüoglu.

20 Partner in Eving

Neben der Alevitischen Gemeinde ist denn auch die Interessengemeinschaft Evinger Vereine in das Projekt eingebunden. "Es gibt über 20 Partner in Eving", erklärt der ehrenamtliche Geschäftsführer der Imdo gGmbh. Die Kita soll gemeinsam mit der Consol Do gGmbH betrieben werden, die ihren Sitz in der Nordstadt hat.

Noch immer nicht gelöst ist die Parkplatzfrage, die aber durch den Erhalt des bisherigen Parkplatzes südlich der Polizeiwache leichter zu lösen scheint. Durch die Verzögerung bei der Realisierung ursprünglich sollte 2017 mit dem Bau begonnen werden - sind allerdings auch die Kosten für das Gesamtprojekt gestiegen. Sie werden nun auf 8,5 Millionen Euro beziffert.

Die Alevitische Gemeinde bringt mehr als 600.000 Euro an Eigenkapital ein, für das Kulturzentrum sollen Fördermittel aus dem Programm "Soziale Stadt" fließen. Der Rest soll über Kredite finanziert werden. 2020 oder 2021 könnte mit dem Bau begonnen werden, kündigte Köylüoglu an. Das Interkulturelle Zentrum ist auch Bestandteil des städtischen "Nordwärts"-Programms.

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