Projekte in Afrika

Schülerinnen sammeln Pfand für Neven-Subotic-Stiftung

DORTMUND - Die Stiftung von BVB-Profi Neven Subotic unterstützt Projekte für Trinkwasser in Äthiopien. Sie bekommt jetzt Hilfe von der Albrecht-Dürer-Realschule in Aplerbeck. Drei Schülerinnen haben mit einer guten Idee dafür gesorgt, dass in elf Tagen schon 400 Euro zusammengekommen sind.

Es ist unsere Wegwerfgesellschaft, die sich drei pfiffige Schülerinnen der Albrecht-Dürer-Realschule zu eigen gemacht und eine einfache aber vielleicht schulübergreifende Idee ins Leben gerufen haben - das Sammeln von Pfandflaschen für einen guten Zweck. Für Projekte der Neven-Subotic-Stiftung. Und das nicht irgendwo auf der Straße, sondern in der eigenen Schule an der Schweizer Allee.

Die wird besucht von Ayet Benikdes (14), Lea Buschmeier (15) und Lea Heimeshoff (14). Den drei Schülerinnen ging es mächtig auf den Keks, dass immer mehr Flaschen (Ein- und Mehrweg) in den Klassenräumen und auf dem Schulgelände rumlagen - alles bares Geld, mit dem man doch etwas tun könnte. Bei ihrem Lehrer Arne Timm stießen die Schülerinnen auf offene Ohren.

200 Euro in kürzester Zeit

"Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, was wir mit dem Pfandgeld machen könnten", sagt Arne Timm. Die Idee, das Geld zu spenden, war schnell geboren. Innerhalb von kürzester Zeit kamen so aus zwei Klassen der Realschule gut 200 Euro an Pfandgeld zusammen. Doch für welchen Zweck?

Eine lokale Stiftung wurde gesucht und die Neven-Subotic-Stiftung gefunden. Mit der kooperiert die Schule an der Schweizer Allee jetzt, denn es ist eine ordentliche Summe an Pfandgeld, die nun regelmäßig zusammen kommt.

Pfand-Aktion professionell umgesetzt

Das liegt auch daran, dass Lea, Ayet und Lea das Ganze in die Hand genommen haben und es ziemlich professionell durchziehen. Über dreißig Sammelbehälter wurden in der Schule aufgestellt. Schwarze Plastikpapierkörbe mit dem Logo der Neven-Subotic-Stiftung.

Seit zwei Wochen stehen die Behälter nun da und werden regelmäßig von den Schülerinnen geleert. Innerhalb der ersten zwei Tage waren es 120 Euro an Pfandgeld - für Projekt in Äthiopien. "Die Schüler sollen aber auch ein Bewusstsein für die Sache bekommen", erklärt Arne Timm.

Schüler können durch Pfand auch spenden

Das Warum scheint aber schon angekommen zu sein. "Es gibt bei uns in der Klasse viele, die auch schon was spenden wollten. Das ging aber bisher nicht mit 14 Jahren. Jetzt geht es durch die Pfandflaschen", sagt Ayet Benikdes.

Um die Mitschüler für das Thema zu sensibilisieren, zogen Lehrer Arne Timm und die drei Schülerinnen durch die Klassen der Albrecht-Dürer-Realschule und machten Werbung. Und die übrigen Schüler ziehen mit.

Ehemaliger Konrektor fährt zum Getränkemarkt

Aber was machen die Schüler mit den ganzen Pfandflaschen? Hier kommt der Förderverein der Realschule mit ins Spiel. Besser gesagt der ehemalige Konrektor Rainer Langenhorst. Der packt sich sein Fahrzeug mit den gesammelten Pfandflaschen voll und fährt damit zum Getränkemarkt seines Vertrauens. Insgesamt sind schon über 400 Euro in elf Tagen zusammengekommen. Für die Stiftung bedeutet das einen stetigen Geldfluss.

"Wahnsinn", ist daher auch der Kommentar von Shari Malzahn von der Subotic-Stiftung. "Es ist eine sehr vorbildliche Aktion, die noch hohe Wellen schlagen kann." Die Idee ist, die Aktion an der Albrecht-Dürer-Realschule auch an anderen Schulen vorzustellen und zu zeigen, wie einfach es sein kann, mit wenig einen enormen Effekt zu erzielen - nämlich ein Stück bessere Zukunft für viele Menschen in Äthiopien.

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