Prozess um BVB-Attentat

Fünf Spieler für den 19. März als Zeugen geladen

Dortmund - Im Prozess um den Splitterbombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat das Landgericht weitere Fußballprofis als Zeugen geladen. Am 19. März sollen insgesamt fünf Spieler und acht Angehörige des Trainer- und Betreuerstabes vernommen werden.

Das Schwurgericht stellt sich auf einen langen Arbeitstag ein. Der erste Zeuge soll um 10 Uhr erscheinen, die Vernehmung des letzten ist auf 14.45 Uhr terminiert worden. Bei den heute noch für den BVB aktiven Spielern handelt es sich nach Angaben des Landgerichts um Torwart Roman Bürki, der dem bei dem Attentat verletzten Marc Bartra im Mannschaftsbus gegenüber saß, und Verteidiger Sokratis Papastathopoulos. Darüber hinaus sind Matthias Ginter (jetzt Mönchengladbach), Sven Bender (jetzt Bayer Leverkusen) und Felix Passlack (jetzt Hoffenheim) als Zeugen geladen.

Gerichtssprecher Thomas Jungkamp weist jedoch darauf hin: "Ob die Geladenen wirklich kommen können, hängt auch davon ab, ob sie mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sind." Die Abstellungsperiode von FIFA und UEFA beginnt genau am 19. März.

Auch Thomas Tuchel wird erwartet

Neben den fünf genannten Spielern ist auch mit dem Erscheinen des ehemaligen BVB-Trainers Thomas Tuchel zu rechnen. Dessen Ladung will das Gericht zwar noch nicht offiziell bestätigen. Die Mitteilung, dass acht Personen aus dem Trainer- und Betreuerstab geladen wurden, lässt aber kaum einen anderen Schluss zu.

Der Angeklagte Sergej W. hat im Prozess zugegeben, den Bombenanschlag am 11. April 2017 verübt zu haben. Er beharrt jedoch darauf, dass er niemanden töten oder schwer verletzten wollte. Er habe die Sprengsätze bewusst so konzipiert und angebracht, dass schwere Gesundheitsschäden vermieden werden sollten.

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