Prozess am Landgericht

Raub nach Insider-Tipp: Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Vater aus Dortmund

Vor zwei Jahren wurde ein Mitarbeiter einer Baufirma überfallen, der mehrere tausende Euros bei sich trug. Einer der mutmaßlichen Täter kommt aus Dortmund. Jetzt ist er verurteilt worden.

Die Richter am Langdgericht Essen hatten am Ende keine Zweifel: Nach einem Überfall auf einen Mitarbeiter einer Baufirma in Gelsenkirchen ist ein 33-jähriger Vater aus Dortmund am Dienstag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Bis zuletzt beteuerte er seine Unschuld.

Es war der 3. April 2017, als drei Täter ihrem späteren Opfer auflauerten. Was nur Insider wussten: Der 52-Jährige hatte eine Umhängetasche dabei, die voll mit Bargeld war. Vor Gericht war von rund 20.000 Euro die Rede. Genau ließ sich das jedoch nicht mehr feststellen. Das Geld sollte an diesem Tag den Monteuren ausgezahlt werden - für Hotelkosten.

Pfefferspray direkt ins Gesicht

Der Firmenmitarbeiter hatte kaum die Eingangstür des Bürokomplexes geöffnet, da sprühten ihm die Täter auch schon Pfefferspray ins Gesicht und schlugen ihn. Höflich waren sie trotzdem: "Hallo, mein Freund. Gib uns die Tasche." So oder so ähnlich sollen die Täter sich damals ausgedrückt haben.

Die Polizei war dem Angeklagten über den Fluchtwagen auf die Spur gekommen. Gemeinsam mit zwei Komplizen, die bis heute unbekannt sind, soll er in einen schwarzen Audi mit Dortmunder Kennzeichen gesprungen sein. Eine Passantin hatte sich das Nummernschild gemerkt. Der Angeklagte hatte zwar alles bestritten, das Urteil der Richter dann aber doch sofort akzeptiert.

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