Prozess zu Maquina-Vorfall

20-Jähriger bestreitet Vergewaltigung auf Disco-Toilette

DORTMUND - Auf der Toilette der Diskothek "Maquina" am Ostwall soll ein 20-jähriger Asylbewerber im Sommer eine Frau vergewaltigt haben. Im Prozess vor dem Jugendschöffengericht kommen jedoch Zweifel an der Richtigkeit der Vorwürfe auf.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte der 47-jährigen Dortmunderin in den frühen Morgenstunden des 20. August vor der Damentoilette aufgelauert haben. Als die Frau an ihm vorbei lief, soll er sie gepackt und in eine Kabine der Herrentoilette gezerrt haben. Dort, so die Anklage, kam es dann zur Vergewaltigung.

Der 20-Jährige gibt sexuelle Kontakte mit der Dortmunderin zu. Er behauptet jedoch, alles auf der Disco-Toilette sei einvernehmlich abgelaufen. Und tatsächlich soll es eine Zeugin geben, die genau dies bestätigen kann. Zu dieser Frau soll die 47-Jährige nämlich kurz nach dem Vorfall gesagt haben: "Ich bin überhaupt nicht vergewaltigt worden." Das Amtsgericht will diese Zeugin nun natürlich selbst befragen.

In einem solch klassischen Fall von "Aussage gegen Aussage" müssen alle objektiven Möglichkeiten der Wahrheitsfindung ausgeschöpft werden. Der Prozess gegen den Asylbewerber, der sich seit August wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft befindet, wird daher fortgesetzt.

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