Prozess

Kam es nach dem Online-Flirt zur Vergewaltigung im Wald?

Dortmund - Drogengeschäfte, Diebstahl und die Vergewaltigung einer Frau nach einem Online-Flirt: Die Liste der Vorwürfe gegen einen 31-jährigen Mann aus Dortmund sind lang.

Die schwerwiegendste Tat soll sich am 29. September 2017 ereignet haben. Laut Anklage hatte sich der Dortmunder in einem Online-Chat mit einer Frau verabredet. Als Treffpunkt wurde ein Waldstück in Dortmund-Kurl abgemacht. Es war offenbar beiden klar, dass es bei dem Treffen zu sexuellen Handlungen kommen würde.

Die Staatsanwaltschaft ist jedoch davon überzeugt, dass die Stimmung bei der Frau spätestens in dem Moment kippte, als der Angeklagte im Wald Drogen genommen haben soll. Angeblich wollte sie daraufhin zurück zu ihrem Auto gehen, wurde jedoch von dem 31-Jährigen aufgehalten. Der Dortmunder soll sie überwältigt und ihr die Augen verbunden haben. Mit Schlägen gegen die Beine und den Oberkörper und einem vorgehaltenen Klappmesser brach er dann laut Anklage ihren Widerstand.

In dem Prozess wird darüber hinaus wegen weiterer Vorwürfe verhandelt. Bei einem Ladendiebstahl in einem Real-Supermarkt soll der Dortmunder im Januar 2018 Waren im wert von mehr als 1000 Euro gestohlen haben. Außerdem werden ihm vier Fälle des Drogenhandels zur Last gelegt. Amphetamin, Heroin und Marihuana sollen durch die Hände des mutmaßlichen Kleindealers gegangen sein.

Zu den Drogen-Vorwürfen wollte sich der Angeklagte am Mittwoch vor Gericht nicht äußern. Auch seine Verlobte machte von ihrem Recht Gebrauch, als Zeugin schweigen zu dürfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Hier wird bald in Marl geblitzt
Hier wird bald in Marl geblitzt
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Drei Kinder legen Steine auf Schienen - die Bahn kann nicht mehr rechtzeitig stoppen
Drei Kinder legen Steine auf Schienen - die Bahn kann nicht mehr rechtzeitig stoppen
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar Netto-Filiale überfallen - doch sie kamen zu spät
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar Netto-Filiale überfallen - doch sie kamen zu spät

Kommentare