Prozess um Raubüberfall

Dortmunder soll Speditions-Mitarbeiter Elektro-Schocker an den Kopf gehalten haben

Knapp neun Jahre nach einem brutalen Raubüberfall auf eine Möbelspedition muss sich ein Mann aus der Dortrmunder Nordstadt vor dem Bochumer Landgericht veranworten - er bestreitet alles.

Die Täter hatten Nylonstrümpfe über den Kopf gezogen, den Opfern schlotterten die Knie: Am 26. November 2009 müssen sich in einer Möbelspedition im Bochumer Stadtteil Harpen dramatische Szenen abgespielt haben.

Laut Anklage stürmten damals plötzlich drei "Strumpfmasken-Männer" mit Elektroschockern und Pistolen bewaffnet in den Speditionsraum, zwangen die anwesenden Mitarbeiter, sich auf den Boden zu legen. Anschließend soll der 40-jährige Angeklagte einer Angestellten einen Elektro-Schocker an den Kopf gehalten und die Herausgabe der Geldkassetten aus dem Tresor gefordert haben.

Mitarbeiter in Toilettenraum eingesperrt

Mit einer Beute in Höhe von 700 Euro Bargeld, einem iPhone und einem anderen Handy soll das Trio damals schließlich geflüchtet sein. Zuvor wurden die Speditions-Mitarbeiter laut Staatsanwaltschaft noch in einen Toilettenraum gedrängt und dort eingesperrt.

Zum Prozessauftakt am Donnerstag vor der 16. Strafkammer wies der Angeklagte aus der Nordstadt die Vorwürfe vehement zurück, 2009 einer der drei "Strumpfmasken-Männer" gewesen zu sein. Die Staasanwaltschaft ist sich aufgrund verschiedener Spuren und Indizien jedoch sicher, dass mit ihm einer der damaligen Räuber auf der Anklagebank sitzt.

Urteil frühestens am 11. Oktober

Die Anklage gegen den Dortmunder lautet auf schwere räuberischer Erpressung. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 40-Jährigen mindestens fünf Jahre Haft.

Für den Prozess um den Masken-Überfall haben die Bochumer Richter noch drei weitere Verhandlungstage anberaumt. Mit einem Urteil ist frühestens am 11. Oktober zu rechnen.

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