Prozess um Überfall im Hinterhof

Bei TV-Umtausch mit Baseballschläger niedergeschlagen

EVING - Ein brutaler Raubüberfall in Eving beschäftigt seit Donnerstag das Landgericht Dortmund. Die Angeklagten sollen einen Bekannten in einen Hinterhof gelockt und mit Baseballschlägern und Knüppeln niedergeschlagen haben. Zum Prozessauftakt blieb jedoch einer der vier Angeklagten dem Gericht fern - aus gutem Grund.

Im Mittelpunkt des Ganzen steht ein 59-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel. Gemeinsam mit mindestens drei Komplizen soll der Angeklagte im September 2014 einen Bekannten in eine Falle gelockt und brutal „abgezogen“ haben. Das spätere Opfer hatte dem Mann zuvor einen Fernseher verkauft.

Als sich herausstellte, dass das Gerät doch nicht den Vorstellungen des Empfängers entsprach, pochte der Käufer darauf, den Deal rückabzuwickeln. Als Treffpunkt wurde ein einsamer Hinterhof in Eving ausgemacht.

Mit Knüppeln und Baseballschlägern niedergeschlagen

Während der Fernseher-Verkäufer dort brav seine Geldbörse zückte und 500 Euro herausholte, sollen die Komplizen des 59-Jährigen von hinten dazu gekommen sein. Das Opfer wurde mit mehreren Knüppeln und Baseballschlägern niedergeschlagen und erlitt Prellungen und eine stark blutende Platzwunde. Offenbar hatten sich die Angeklagten gedacht: Noch besser als die Rückabwicklung des Geschäfts wäre es doch, den Fernseher zu behalten und das Geld zurück zu bekommen.

Zu Prozessbeginn blieb ein Platz auf der Anklagebank am Donnerstag leer. Allerdings hatte der mutmaßliche Komplize des 59-Jährigen eine gute Erklärung für sein Fernbleiben. Er sitzt schon seit fast einem Jahr wegen anderer Überfälle im Gefängnis. Davon hatten aber weder seine Verteidigerin noch das Gericht bis Donnerstag gewusst.

Rubriklistenbild: © Foto: Dieter Menne

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