Prozessauftakt

Mutmaßlicher Serien-Vergewaltiger schüttelt den Kopf und schweigt

Dortmund - Im August sorgte ein Serien-Vergewaltiger in ganz Dortmund für Angst, Schrecken und Ungewissheit. Seit Montag muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht verantworten.

Der Mann ist 25 Jahre alt, stammt aus Rumänien und soll sich zuletzt ohne festen Wohnsitz in Dortmund aufgehalten haben. Zu den Vorwürfen wollte er sich am ersten Verhandlungstag noch nicht äußern. "Er wird aber eine Einlassung abgeben", sagte Verteidigerin Ina Klimpke. Auf die Nachfrage, ob er die Vorwürfe einräumen werde, wollte die Rechtsanwältin nicht weiter eingehen.

Drei Übergriffe in fünf Tagen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen drei sexuelle Übergriffe auf Frauen innerhalb von fünf Tagen vor. Als erstes wurde eine 54-jährige Joggerin in einem Waldgebiet an der Zillestraße überfallen, gewürgt und zu sexuellen Handlungen genötigt. Die Frau redete in ihrer Angst offenbar vehement auf den Mann ein, um ihn an der Vergewaltigung zu hindern. Nach dem Übergriff soll der Angeklagte dann auch noch Geld von ihr gefordert haben. Als sie ihm erklärte, sie habe nichts dabei und könne ihm lediglich ihr altes Handy geben, winkte der Rumäne angeblich ab.

Mit Messer bedroht

Fünf Tage später wurde eine 60 Jahre alte Frau, die in Lichtendorf joggte, sogar mit einem Messer bedroht und sexuell attackiert. Als sich die Frau später an der Klinge schnitt, soll der Täter so sehr ausgerastet sein, dass er ihr ins Gesicht schlug. Noch am selben Tag soll dann auch noch eine 49-Jährige auf einem Spielplatz an der Westerfilder Straße überfallen worden sein. In letzter Sekunde, heißt es in der Anklageschrift, konnte die Frau um sich treten und sich so losreißen.

DNA-Treffer in Rumänien

Festgenommen wurde der Rumäne weitere sechs Tage später in der Innenstadt. Die Polizei hatte an den Tatorten DNA-Spuren gesichert und die Daten zum Abgleich auch an ausländische Behörden geschickt. Aus Rumänien wurde schließlich ein Treffer gemeldet. Dort soll der Angeklagte wegen eines früheren Raubüberfalls registriert gewesen sein.

Noch bevor die Polizei jedoch mit einer Öffentlichkeitsfahndung gegen den 25-Jährigen vorgehen konnte, fiel der Mann in der Innenstadt einem Polizisten auf. Der alarmierte seine Kollegen, die den Angeklagten widerstandslos festnehmen konnten.

Zeuginnen werden aussagen

Die betroffenen Frauen werden in dem Prozess aller Voraussicht nach als Zeuginnen aussagen müssen. Der Vorsitzende Richter kündigte bereits an, dass dies voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen werde.

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