Prozessauftakt

Mutmaßlicher Vergewaltiger schweigt vor dem Landgericht Dortmund

Dortmund - Sieben Mal soll ein Dortmunder vor fünf Jahren seine damalige Frau vergewaltigt haben. Während der 35-Jährige vor dem Landgericht schwieg, sagte die Frau hinter verschlossenen Türen aus.

Schläge, Zerren an den Haaren, brutales Gerangel: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft skizziert mindestens sieben schwere Vergewaltigungen im Zeitraum von Mai bis Juli 2013.

Das Paar hatte damals eine gemeinsame Wohnung in der Nordstadt bewohnt. Trotz der strikten Weigerung der heute 31 Jahre alten Ehefrau, so die Anklage, soll der Angeklagte immer wieder gewaltsam Sex von ihr erzwungen haben.

Mutmaßliches Vergewaltigungsopfer ist Nebenklägerin

Zum Prozessauftakt vor der 32. Strafkammer am Landgericht machte der Angeklagte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Der 35-Jährige sitzt nicht in Untersuchungshaft und lebt inzwischen in Gevelsberg. Seine damalige Ehefrau, die zwischenzeitlich offenbar neu geheiratet hat, tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Ob sie die schweren Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann im Zeugenstand aufrecht erhalten hat, ist nicht bekannt. Aus Opferschutzgründen war vor der Vernehmung der 31-Jährigen die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

Im Fall einer Verurteilung droht dem mutmaßlichen Vergewaltiger am Ende jedenfalls eine empfindliche Haftstrafe. Die Mindeststrafe für jeden angeklagten Vergewaltigungsfall liegt bei zwei Jahren Haft. Der Prozess wird fortgesetzt.

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