Prozessstart zu Albtraum-Überfall in der Nordstadt

Quartett kam mit Kalaschnikow und Axt

Dortmund - Sie kamen mit Sturmhauben, ihre Waffen waren eine Kalaschnikow und eine Axt: Vor einem Jahr stürmten zwei maskierte Männer und zwei Frauen eine Wohnung in der Dortmunder Nordstadt, raubten Bargeld und Handys. Seit Donnerstag beschäftigt der "Albtraum-Überfall" das Landgericht.

Angeklagt sind ein 53-jähriger Dortmunder und zwei Frauen (25 und 39). Der mutmaßliche Haupttäter ist bereits in einem früheren Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Zum Prozessauftakt kündigte das Trio über seine Verteidiger Geständnisse an. Die 25-Jährige ließ sogar bereits Taten folgen - und gab ihre Verwickelung in den "Kalaschnikow-Coup" zu. "Ich habe es aus Angst gemacht", sagte die im Rotlicht-Milieu arbeitende Angeklagte.

Erst klingelte es an der Tür, dann ging alles blitzschnell

Bei dem überfallenen Wohnungsmieter von der Altonaer Straße handelte es sich um ihren Ex-Freund. Ziel der Gruppe sei es gewesen, Geld für neue Drogen zu rauben.

Es war der 19. Mai 2017, als das Quartett in der Wohnung des 25-Jährigen aufgetaucht war. "Das ging alles blitzschnell", erinnerte sich der Zeuge. Erst habe es unten an der Tür geklingelt, kurz danach seien zwei maskierte Männer, seine Ex-Freundin und eine weitere Frau in die Wohnung gestürmt.

Maschinenpistole und Axt dabei

"Einer hatte eine Maschinenpistole, einer eine Axt dabei." Während er und seine Besucher von den Männern mit den Waffen bedroht und eingeschüchtert worden seien, hätten die Frauen die Wohnung und die Taschen gefilzt. Laut Anklage erbeutete das Quartett letztlich zwei Handys und etwa 230 Euro Bargeld.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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