Psychische Erkrankungen

Zahl der psychisch kranken Straftäter in NRW verdoppelt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der psychisch kranken Straftäter hinter Gittern hat sich in Nordrhein-Westfalen in zwei Jahrzehnten verdoppelt.

Waren vor 20 Jahren noch 1530 Patienten in geschlossenen Psychiatrien untergebracht, stieg ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 3080, wie die Landesbehörde für den Maßregelvollzug auf dpa-Anfrage berichtete. Zum Stichtag 1. Oktober 2018 waren 3020 Gefangene in forensischen Kliniken untergebracht.

Eine Ursache scheint der Konsum illegaler Drogen zu sein: Die Einweisungen von Straftätern mit drogenbedingten Psychosen verdoppelten sich in dem Zeitraum. Dagegen waren die Einweisungen nach Straftaten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen durch massiven Alkohol-Missbrauch um rund 30 Prozent rückläufig.

Psychisch kranke Straftäter, die schuldunfähig sind, aber eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen, werden nicht in normalen Gefängnissen, sondern in einer Forensik, dem sogenannten Maßregelvollzug, untergebracht. Ihre Entlassung ist nicht an das Ende einer befristeten Haftstrafe gebunden, sondern abhängig vom Krankheitsverlauf und dem Erfolg der Therapie.

Infos Maßregelvollzug NRW

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