Pulisic bricht BVB-Training ab

Stöger gibt Entwarnung und benennt das größte Problem

DORTMUND - Schreckmoment beim BVB-Training. Der US-Nationalspieler Christian Pulisic hat die Einheit am Montagmorgen keine 15 Minuten nach Beginn abgebrochen. Nach einem kurzen Gespräch mit Peter Stöger huschte der 19-Jährige in die Kabine. Sein Trainer gab später aber Entwarnung - und sprach nach dem Training über das derzeit größte BVB-Problem.

Pulisic habe beim 1:0-Sieg am Sonntag in Mönchengladbach einen Schlag auf den Knöchel bekommen, erklärte Stöger. "Er wollte es versuchen, aber beim Passspiel war es schwierig. Es ist nicht ganz so schlimm, aber wir wollten auch nichts riskieren mit Blick auf Donnerstag." Ein Einsatz des US-Amerikaners im K.o.-Runden-Rückspiel der Europa League am Donnerstag bei Atalanta Bergamo (21.05/Sport1 und Sky) scheint also nicht gefährdet.

Schmelzer wieder eine Option?

Ob dann auch Marcel Schmelzer mit von der Partie sein wird, ließ Stöger noch offen: "Er ist jetzt über eine Woche im Trainingsbetrieb dabei. Das hatte zwischendurch schon ganz gut ausgesehen, jetzt hat er wieder ein bisschen Probleme gehabt. Aber jeder Tag, den er mehr trainiert ist positiv und weckt die Hoffnung, dass er dabei ist." Die Rückkehr des Kapitäns könnte der zur Zeit wackeligen BVB-Defensive wieder mehr Stabilität verleihen. Auch als Spielertyp würde der 30-Jährige der Borussia guttun. Auch beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach war das zu sehen.

"Wir waren körperlich nicht präsent genug, Gladbach hat ein gutes Spiel gemacht und wir hatte Roman, der hinten die Bälle gehalten hat", resümierte Stöger. "Die Bälle, die wir gehabt haben, haben wir zu leichtfertig verloren. Dann ist es schwer, dass du Ruhe in dein Spiel reinbekommst." Vor allem im zweiten Durchgang konnte der BVB kaum noch für Entlastung sorgen. Stöger gestand: "Das ist dann auch nicht unser Spezialgebiet, sich wirklich dagegen zu stellen und die Angriffe aufzufangen. In dem Bereich sind wir noch nicht so weit, wie wir es gerne hätten."

Klare Vorgabe von Stöger

Aktuell sei es die leichtere Variante, das Spiel selbst zu gestalten und den Gegner zu beschäftigen. Aber auch das körperbetonte Spiel will Stöger in Dortmund weiter verbessern. "Aber aus jemandem, der hauptsächlich im spielerischen Bereich seine Qualität hat, wirst du keinen machen, der auf einmal alle Gegner aufhält", erklärte er. Ziel soll es deshalb vorerst sein, "dass wir in der Spielstruktur über einen längeren Zeitraum unsere Qualität ausspielen können. Dann hat der Gegner mehr mit sich selbst zu tun und dann hast auch du weniger zu tun."

Schon am Donnerstag bei Atalanta Bergamo könnte der BVB eine kompaktere Defensive und mehr Entlastung gut gebrauchen. Nach dem 3:2-Hinspiel-Sieg der Borussia in Dortmund und den zwei Auswärtstoren der Italiener ist die Ausgangslage sicher nicht optimal. Stöger war aber schon direkt nach dem Hinspiel optimistisch: "Die Ausgangssituation ist nicht so schlecht, wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir schwer zu schlagen sind", meinte Borussia Dortmunds Trainer.

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