Pulisic-Nachfolger

BVB-Wunschspieler Thorgan Hazard kommt im Sommer - oder 2020 ablösefrei

DORTMUND - Borussia Dortmund wird seinen Wunschspieler Thorgan Hazard (26) bekommen. Ob in diesem Sommer oder erst 2020, das ist Bestandteil des Ablösepokers zwischen BVB und Gladbach.

Bereits im Winter streckte Borussia Dortmund intensiv die Fühler aus nach Borussia Mönchengladbachs Offensivkraft Thorgan Hazard. Der Belgier hatte eine starke Hinrunde gespielt, 15 Scorerpunkte gesammelt und mit dafür gesorgt, dass die Fohlen-Elf bis auf Platz zwei durchstartete. Offensichtlich stachen die Argumente der Dortmunder Borussia. Hazard will sich dem BVB anschließen. Ab diesem Zeitpunkt wird gepokert. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sagt: "Thorgan ist ein Topspieler, ein Verein ist interessiert und da muss man schauen, ob man eine Lösung finden kann oder nicht."

1.) Der Gladbacher Standpunkt:

Hazard hat dem Verein seinen Wechselwunsch mitgeteilt, er ist nicht zu halten. Nach fünf Jahren in Gladbach, in denen er sich sukzessive weiterentwickelt hat, möchte er den nächsten Karriereschritt wagen und zu einem Champions-League-Klub wechseln. Das kann die Borussia nicht dauerhaft garantieren.

Eberl sagt dazu: "Ein Verein wie Borussia Mönchengladbach ist natürlich auf Transfereinnahmen angewiesen. Aber letztlich müssen wir sehen, was es für eine Lösung geben wird. Vielleicht bleibt Thorgan Hazard sogar in Mönchengladbach." Dass sich die Borussia vom Niederrhein eine Ablösesumme in der Größenordnung zwischen 30 und 40 Millionen Euro entgehen lässt, ist aber eher unwahrscheinlich. Eberl will den Preis treiben. Denn er weiß, dass der Verhandlungspartner äußerst solvent ist.

2.) Der Dortmunder Standpunkt:

Der BVB benötigt im offensiven Mittelfeld zur neuen Spielzeit einen Nachfolger für den offiziell bereits im Winter zum FC Chelsea gewechselten Christian Pulisic. Die "Blues" überweisen 64 Millionen Euro an die Schwarzgelben, die Dortmunder Kasse ist also gut gefüllt. Klar ist, dass die Dortmunder Verantwortlichen keinen Mondpreis zahlen werden. Hazards weniger beeindruckende Rückrunde dürfte helfen, den Preis zu drücken. Außerdem steht der Belgier nur noch ein Jahr unter Vertrag. Das traf zwar auch auf Pulisic zu, der FC Chelsea steht jedoch aufgrund einer ab Sommer greifenden Transfersperre unter Druck - und zahlt entsprechend drauf.

Trainer Lucien Favre sagt: "Thorgen Hazard ist ein sehr, sehr guter Spieler." Favre und Hazard arbeiteten gut ein Jahr (Sommer 2014 bis Herbst 2015) bei Borussia Mönchengladbach zusammen.

3.) So könnte es weitergehen:

Das wahrscheinlichste Szenario: Thorgen Hazard wird in der kommenden Saison das Trikot von Borussia Dortmund tragen - beide Parteien werden sich früher oder später auf eine für beide Seiten tragfähige und nach außen gut darstellbare finanzielle Lösung einigen. Beispielsweise in Form eines Festbetrags an Ablöse, der in den kommenden Jahren durch Bonuszahlungen bei bestimmten Erfolgen anwachsen kann. Dann hätten beiden Seiten ihr Gesicht gewahrt, und letzlich hätten alle drei Parteien ihr Ziel erreicht.

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