Wenn bei Wilo die Smart Factory entsteht, ist fraglich, ob alle Abteilungen des Pumpenherstellers dort einen Platz finden.
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Wenn bei Wilo die Smart Factory entsteht, ist fraglich, ob alle Abteilungen des Pumpenherstellers dort einen Platz finden.

Pumpenhersteller

Ausbau-Pläne verunsichern einige Mitarbeiter

HÖRDE - Der Bau der Smart Factory beim Pumpenherstellter Wilo beflügelt das Unternehmen. Doch die Veränderungen bringen auch Verunsicherungen bei einigen Mitarbeitern mit sich. Sie hoffen auf klare Antworten, wie schnell es die geben wird, ist fraglich.

Der Pumpenhersteller Wilo investiert bekanntlich kräftig in seine neue Zentrale in Hörde. Rund 150 Millionen Euro nach letztem Stand. Als Kernstück entsteht nördlich der Nortkirchenstraße bis 2019 die „Smart Factory“, also eine intelligente Fabrik der Zukunft, in der alle Prozesse miteinander vernetzt sind. Bei den Planungen dafür kristallisiert sich allerdings jetzt heraus, dass für die Abteilungen Oberflächenbeschichtung und Mechanische Grauguss-Bearbeitung wohl kein Raum in der neuen Fabrik sein wird – einige Mitarbeiter dieser Bereiche sind deshalb verunsichert.

Es habe zwar mehrere Informationsgespräche mit Vorgesetzten und dem Betriebsrat gegeben, sagte ein Mitarbeiter der Redaktion. Was aus den Mitarbeitern der betroffenen Abteilungen wird, dazu habe es aber „bisher keine klaren Antworten“ gegeben. Wilo-Sprecher Kay Hoffmann bestätigte auf Anfrage, dass die zwei Bereiche voraussichtlich nicht Teil der Smart Factory würden.

Oberflächenbeschichtung und Grauguss-Bearbeitung betroffen

Man brauche Platz für innovative Technologien, damit die Fabrik als „Digital- und Produktivstandort neue Maßstäbe“ setze. Ob die Oberflächenbeschichtung und die Grauguss-Bearbeitung künftig an einem anderen Wilo-Standort stattfinden oder extern vergeben werden, prüfe man noch.

Wie viele Mitarbeiter konkret betroffen sind, sagten auf Nachfrage weder Hoffmann noch Wilo-Betriebsratsvorsitzender Michael Peschke. Es soll wohl um wenige Dutzend Mitarbeiter gehen. Insgesamt beschäftigt Wilo in Dortmund inklusive Vertriebsbüro rund 1960, weltweit rund 7600 Mitarbeiter. Was die Zukunft der betroffenen Mitarbeiter angeht, sagte Hoffmann: „Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.“ Stattdessen sollen mit Mitarbeitern Altersteilzeitregelungen getroffen werden oder sie sollen neue Aufgaben am Standort übernehmen und dafür weiterqualifiziert werden; auch freiwillige Wechsel an andere Wilo-Standorte seien eine Option.

Weniger Geld für neue Tätigkeiten?

Ein Mitarbeiter äußerte im Gespräch mit der Redaktion seine Sorge, für eine neue Tätigkeit künftig deutlich weniger Geld zu erhalten. Dazu könne man zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nichts sagen, teilte Hoffmann mit. Basis für die Umstrukturierung in der Produktion soll eine Zukunftsvereinbarung sein, die Vorstand, Betriebsrat und IG Metall im Sommer abschließen wollen.

Der Pakt solle für alle Wilo-Mitarbeiter in Dortmund gelten, die Produktivität und Flexibilität des Standorts stärken und die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft langfristig sichern. Es soll laut Hoffmann auch um verbesserte Bedingungen für die Altersteilzeit und beim betrieblichen Gesundheitsmanagement gehen, zudem um die Reglungen zur Übernahme von Beschäftigten mit Wilo-Zeitverträgen.

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