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Die Fröbelschule, eine Förderschule in Wambel, soll mit Ablauf dieses Schuljahrs geschlossen werden. CDU und FDP versuchen, die Einrichtung doch noch zu retten.

Ratssitzung am Donnerstag

Kann die Fröbelschule gerettet werden?

WAMBEL - In der Ratssitzung am Donnerstag (13.7.) wird auch die Fröbelschule Thema sein. CDU und FDP haben den Antrag gestellt, die Wambeler Förderschule, die zum Ende dieses Schuljahrs - also diese Woche Freitag - geschlossen werden soll, doch noch zu erhalten.

Dazu stellt nun auch die SPD-Fraktion einen Ergänzungsantrag. Darin heißt es unter anderem: „Der Rat fordert die Landesregierung auf, zu erläutern, wie sie die Fröbelschule noch erhalten will, obwohl sie quasi schon abgewickelt ist.“

Und weiter: „Ein wichtiges Ziel der Bildungspolitik für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungs- und Förderbedarf ist es, dass Eltern in Dortmund Wahlfreiheit zwischen einem Angebot des gemeinsamen Lernens an einer allgemeinbildenden Schule und einer Förderschule haben. Dieses Ziel soll weiter Maßstab in der Schulentwicklungsplanung sein.“ Daher dürfe keine weitere der nach diesem Schuljahr noch existierenden fünf Dortmunder Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ geschlossen werden.

Seit 2015 keine Schüler aufgenommen

Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat hat sich mittlerweile zum Thema geäußert. Mitglied Saziye Altundal-Köse schreibt: „Der Beschluss zur Schließung der Fröbelschule wurde 2015 mit großer Mehrheit auch mit den Stimmen der CDU gefasst. Schon im Schuljahr 2014/15 erreichte keine der zehn Dortmunder Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen mehr die erforderliche Mindestgröße.“ Für die Fröbelschule sei absehbar gewesen, dass die Mindestgröße künftig nicht erreicht werden könne. Daher seien bereits seit Sommer 2015 keine Schüler mehr aufgenommen worden. Die Schule befinde ich seitdem in Auflösung.

Die Schulen, die die verbliebenen Lehrer und Schüler der Fröbelschule nun aufnehmen, haben seit Längerem ihre Planungen auf dieser Grundlage betrieben, so Saziye Altundal-Köse weiter. Aus Sicht der Grünen gebe es auch für diese Schulen eine Verantwortung.

Vater Tim Exner dagegen kämpft weiter für den Erhalt der Schule, die sein Sohn besucht. Ziel müsse es sein, dass wieder mehr Schüler die Fröbelschule besuchen, teilt er mit. Es handele sich schließlich um eine Schule, die für ihre tolle Arbeit des Öfteren ausgezeichnet wurde. Wie zum Beispiel, als die Schule vom Oberbürgermeister zur „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet wurde und die Lehrer und Schüler für ihre engagierte Arbeit Lob erhielten. Und: „Diese Schule hat so viel Potenzial, das man nicht einfach wegwerfen darf.“

Freude am Lernen vermittelt

Es handele sich bei den Schülern um junge Menschen, die auf einer Regelschule einfach nicht zurechtgekommen seien. Erst die Fröbelschule habe diese Schüler wieder aufgebaut und ihnen Freude am Lernen vermittelt. Diese Schule bereite auch die Jugendlichen auf eine Integration in den Arbeitsmarkt vor und darauf könne die Stadt Dortmund sehr stolz sein.

Exner appelliert an die Politiker: „Denken Sie aber bitte auch an die anderen Förderschulen, die schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen bei Personal und Räumlichkeiten stoßen. Denken Sie an die Kinder, denen somit höchstwahrscheinlich keine gerechte Förderung mehr zu teil werden kann.“

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