Ratten

Die Ratten in Dortmund sollen dezimiert werden und die Dortmunder sollen dabei helfen

Die Stadt Dortmund will die Anzahl der Ratten in der Stadt verringern und ruft die Bürger zum Mithelfen auf. Alle Infos dazu haben wir zusammengefasst.

Ratten halten sich gern in der Nähe von Menschen auf. Ratten verursachen wirtschaftliche Schäden, indem sie zum Beispiel an Holz oder Kabelisolierungen nagen. Außerdem übertragen Ratten laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Krankheiten wie die Hantavirus-Infektion.

Die Stadt versucht schon lange, die Ratten an der Ausbreitung zu hindern. Jetzt bittet das Ordnungsamt die Dortmunder sich daran zu beteiligen.

Wie viele Ratten gibt es in Dortmund?

Die Stadt hat keine Zahlen, aber sie geht davon aus, dass es zu viele sind. Deshalb legt die Stadt regelmäßig Giftköder in der Kanalisation aus, um ihre Zahl zu dezimieren.

Was sollen Bürger tun?

Zwei Dinge. Erstens: Wenn sie Ratten auf städtischen Grundstücken sehen, den zuständigen Dienstleister informieren. Zweitens: Ratten auf ihren Privatgrundstücken bekämpfen - dazu sind sie auch verpflichtet.

Wen sollen Bürger informieren, wenn sie auf Grundstücken der Stadt Ratten sehen?

Es sollten die betroffenen städtischen Dienstleiter informiert werden. Wer das ist, kann unter den Rufnummern Tel. (0231) 50-0, (0231) 50-28888 oder (0231) 50-22968 erfragt werden.

Wie sollen Bürger die Ratten bekämpfen?

Wer auf seinem Grundstück Ratten sieht oder vermutet, sollte zum Beispiel Schlagfallen oder Rattengift anwenden. Rattenbekämpfungsmittel können in Apotheken, Samenhandlungen und Fachgeschäften gekauft werden.

Worauf sollten Bürger achten, wenn sie Rattengift einsetzen?

Sie sollten Warnhinweise anbringen, um eventuelle Vergiftungsunfälle zu verhindern. Beim Ordnungsamt können kostenlos ergänzende Hinweisschilder abgeholt werden, die mehrsprachig auf die Warnung hinweisen (Ordnungsamt Zimmer G 341, Olpe 1, 44122 Dortmund, Montag 7.30 - 15 Uhr, Dienstag 7.30 - 12 Uhr, Donnerstag 7.30 - 17 Uhr und Freitag 7.30 - 12 Uhr).

Was können Bürger tun, wenn ihre Kinder mit Rattengift in Kontakt gekommen sind?

Wenn Kinder mit dem Gift in Kontakt kommen, sollten die Eltern mit ihnen direkt einen Arzt aufsuchen. Rattengift ist deshalb so gefährlich, weil sich erste Symptome wie zum Beispiel Zahnfleischbluten, Müdigkeit und blutiges Erbrechen erst nach mehreren Stunden oder Tagen zeigen. Bei Erwachsenen kann es sogar Monate dauern, bis die ersten Symptome auftreten. Die Wirkung von Rattengift ist deshalb so langsam, weil Ratten schlaue Tiere sind. Wenn eine Ratte direkt nach der Aufnahme des Giftes sterben würde, würden ihre Artgenossen nicht mehr davon fressen.

Was ist mit Haustieren?

Die sind ebenso gefährdet. Das Gift greift auch ihre Organe an, führt zu starken Schmerzen und letztlich zum Tod durch innere Blutungen. Tierärzte empfehlen bei den ersten Anzeichen einer Vergiftung den Arzt aufzusuchen. Eine Katze zum Beispiel muss mit dem Gift nicht selbst in Kontakt gekommen sein, es kann schon tödlich sein, wenn sie vergiftete Ratten oder Mäuse frisst.

Grundsätzlich gilt: Rattenbekämpfungsmittel, die sich im Haushalt befinden, sollten für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Rattengift sollte selbstverständlich nicht auf Spielplätzen und in deren näherer Umgebung ausgelegt werden.

Wie kann man verhindern, dass Wildtiere gefährdet werden?

Bevor das Rattengift ausgelegt wird, sollte geklärt werden, ob zum Beispiel Igel oder andere geschützte Tiere auf dem Grundstück unterwegs sind. In diesem Fall sollten Giftköder-Behältnisse in höheren Lagen auslegt werden, die nur die Ratten erreichen können, da sie gute Springer und Kletterer sind, zum Beispiel in einem Blumentopf. Weitere Einzelheiten zum Igelschutz können Bürger bei der Arbeitsgemeinschaft Igelschutz, Tel. 0231/17 55 55, erfragen.

Was können Bürger tun, damit sich Ratten erst gar nicht ansiedeln?

Ratten mögen Abfälle. Damit sich Ratten nicht ansiedeln, sollten Bürger ihr Grundstück sauber halten. Der Zugang zu Betonfundamenten, ausbetonierten Kellern und Ställen sollte versperrt sein, denn da krabbeln Ratten gerne rein.

Weitere Empfehlungen:

Wo gibt es weitere Informationen?

Per Mail an das Ordnungsamt.

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