Razzien und Kontrollen

Dortmunder Polizei bewertet den Kampf gegen Clankriminalität bisher als erfolgreich

Dortmund - Die Bekämpfung der Clankriminalität ist seit einiger Zeit ein Schwerpunkt der Polizei in Dortmund. Nun legt die Behörde die Ergebnisse zahlreicher Kontrollen der vergangenen Monate vor.

Die Polizei präsentiert in einer Pressemitteilung viele Zahlen zu den Schwerpunkteinsätzen, die seit Beginn des Jahres 2018 in Dortmund und Lünen laufen.

Überschrieben sind diese immer wieder mit Schlagworten wie "Null-Toleranz-Strategie gegen Clankriminalität" und "Politik der 1000 Nadelstiche". Polizei, Zoll, Gewerbe-, Ordnungs- und Finanzämtern sowie Bundespolizei arbeiten auf diesem Feld zusammen.

Polizeipräsident Gregor Lange: "Der Dortmunder Polizei wird die Puste nicht ausgehen."

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange wird wie folgt zitiert. "Die nahezu täglichen Schwerpunkteinsätze gehen einher mit der akribischen Ermittlungsarbeit unserer Fachkommissariate gegen kriminelle Mitglieder dieser Strukturen. Es wird sicher so sein, dass wir auch auf Hindernisse treffen und einen langen Atem brauchen werden. Aber wir machen den Clanmitgliedern unmissverständlich deutlich, dass hier die Gesetze des demokratischen Rechtsstaates gelten und nicht die der Clans."

Gregor Lange schließt mit den Worten: "Ich kann versprechen: Der Dortmunder Polizei wird die Puste nicht ausgehen. Am Ende werden wir kriminellen Clanstrukturen das Handwerk legen."

Seit knapp einem Jahr gibt es regelmäßige Schwerpunktkontrollen und Razzien in Shisha-Bars und anderen Einrichtungen in der Dortmunder Nordstadt, zuletzt am 13. Januar. Bereits seit Längerem bekämpft die Polizei in der Nordstadt Straf- und Gewalttäter mit Schwerpunkteinsätzen, Präsenz auf der Straße und zivilen Kräften.

Bei Einsatz am 26. Januar werden Bargeld und Kokain im Wert von 300.000 Euro gefunden

Zuletzt sei der Dortmunder Polizei am 26. Januar ein "empfindlicher Schlag" gegen die Clankriminalität gelungen. Beamte nahmen einen 23-jährigen Mann fest, in dessen Auto Kokain und Bargeld im Gesamtwert von 300.000 Euro gefunden wurden.

In Essen gab es Ende Januar unter Federführung des Innenministeriums eine große Tagung von Kriminalisten zum Thema Clankriminalität. Hierin wurden NRW-weite Zahlen zu Straftaten vorgestellt sowie Strategien und Ursachen diskutiert.

Das Ruhrgebiet gilt als einer der wichtigsten Einflussbereiche von kriminellen Großfamilien. Von sechs Polizeibehörden im Ruhrgebiet liegt Dortmund auf dem vorletzten Platz.

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