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Vivien Reppert aus Recklinghausen nimmt am Weltjugendtag 2019 in Panama teil.

Recklinghäuserin beim Weltjugendtag

Darum fliegt Vivien Reppert nach Panama

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RECKLINGHAUSEN - Vivien Reppert möchte beim Weltjugendtag gemeinsam mit anderen den Glauben feiern. „Ich freue mich vor allem darauf, dort gemeinsam mit anderen jungen Menschen unseren Glauben zu feiern“, sagt die Recklinghäuserin.

„Menschen und andere Kulturen kennenlernen – das ist meins“, betont die 24-Jährige, die bereits nach dem Abitur ein Jahr lang als FSJ-lerin in Ruanda war und während des Studiums sechs Monate in New Orleans lebte. „Insofern habe ich mich ziemlich schnell angemeldet, als ich von der Möglichkeit erfuhr, beim Weltjugendtag dabei zu sein.“

Panama ist gut 9000 Kilometer von Recklinghausen entfernt. Und billig ist die Reise auch nicht. Zudem geht das Semester in seine Endphase, wenn das weltweite Treffen der katholischen Kirche vom 22. bis 27. Januar in dem mittelamerikanischen Staat stattfindet. „Der Termin ist nicht richtig günstig. Ich habe mir meine Fehlstunden für das Semester aufbewahrt, Referate vorgezogen, mit Professoren gesprochen. Die waren zum Glück sehr kooperativ“, berichtet die Lehramtsstudentin mit den Fächern Englisch und Religion von den Hürden, die sie überwinden musste.

So ist Vivien Reppert nun dabei. Sie fährt mit einer Gruppe der Katholischen Hochschulgemeinde ihrer Uni, dort ist sie auch im Chor aktiv. Zunächst geht es zum Weltjugendtag nach Panama-City, anschließend nach Costa Rica. „Der Studentenpfarrer, der unsere Gruppe betreut, kennt dort eine Gemeinde, in der wir noch ein paar Tage leben“, erklärt Vivien Reppert.

Die Gemeinschaft positiv feiern

Und aus Panama wird sie mit vielen neuen Erfahrungen zurückkehren, da ist sich die Recklinghäuserin sicher. Gottesdienste, Katechese, Besuche von Hilfsprojekten, dazu ein großes Musik- und Kulturprogramm: Das Angebot des Weltjugendtages ist dicht, die Möglichkeiten für Begegnungen sind vielfältig. „Ich bin ein Freund davon, positiv die Gemeinschaft zu feiern. Das habe ich schon bei den Areopray-Jugendgottesdiensten in Recklinghausen und bei Großveranstaltungen wie dem Katholiken- und Kirchentag erlebt. Ich freue mich in Panama auf Gottesdienste mit viel fröhlicher Musik, mit Gemeindenähe. Auf Gottesdienste, die nicht so steif sind“, betont die junge Frau, die selbst einige Jahre Sängerin der Recklinghäuser Areopag-Band gewesen ist.

„Und ich bin gespannt auf das miteinander Reden: Wie leben andere junge Menschen in anderen Ländern und Erdteilen ihren Glauben? Das ist ja etwas anderes, als wenn man sich bei einem Popkonzert trifft: Hier kommen Menschen mit einer bestimmten Einstellung, Motivation, Spiritualität zusammen.“ Allerdings hat Vivien Reppert „etwas Respekt vor mir fremden Arten der Frömmigkeit, die vielleicht sehr krass, ekstatisch sind.“

Respekt – das ist auch das Stichwort, wenn es um die Kommunikation in Panama geht, denn die Landessprache Spanisch kann Vivien Reppert nicht. Doch auch hier überwiegt wieder der Optimismus gegenüber der Skepsis: „Ich werde mich schon verständigen können. Am Ende klappt das – mit Händen und Füßen.“

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