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Aktuell muss ein ein Mitarbeiter bei Mc Donald's 28 Minuten arbeiten, um sich den abgebildeten Burger leisten zu können.

Warnstreiks angekündigt

Mc Donald's und Co.: Warum die Fritteusen im Kreis Recklinghausen bald stillstehen könnten

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  • Dr. Thomas Brysch
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Im Kreis Recklinghausen könnte es bei bekannten Fast-Food-Ketten bald zu deutlichen Einschränkungen kommen. Das ist der Grund.

  • Die Gewerkschaft NGG ruft jetzt zu Warnstreiks auf, möglicherweise auch im Kreis Recklinghausen.
  • Mitarbeiter von MC-Donalds & Co. bekommen meist nur den Mindestlohn.
  • Die Wut der Beschäftigten ist groß. Oft sichert nur ein Zweitjob die Existenz.

Update, 11. Februar, 17.45 Uhr: Streiks sind am Dienstag  im Kreis Recklinghausen ausgeblieben. Ob es am Mittwoch oder sogar Donnerstag, zum Start der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bund der Systemgastronomie (BdS), zu Ausständen bei McDonald's und Co. kommt, bleibt offen. 

Kreis Recklinghausen: Streiks werden nicht angekündigt

Update, 13.30 Uhr: Andreas Singendonk, Gewerkschaftssekretär der NGG, betont auf Nachfrage dieser Redaktion, dass Streiks "im Fast-Food-Bereich im Voraus nicht angekündigt werden". Die Betreiber müssen sich also auf eine Überraschung gefasst machen. Natürlich würden die betroffenen Arbeitgeber bei einem Ausstand aber kurz vorher informiert werden. Ob und wann es im Kreis Recklinghausen zu Streiks kommt, ist also noch vollkommen offen. 

Streit um Fast-Food-Gehälter im Kreis Recklinghausen: BdS hofft auf Einigung

Update, 13.23 Uhr: Der Bund der Systemgastronomie (BdS) hat sich auf Nachfrage unserer Redaktion zu den Vorwürfen der NGG geäußert. In einer Stellungnahme erklärt die BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante wie folgt geäußert: "Nach dem Abschluss der letzten Tarifrunde Mitte Januar 2020 in Frankfurt wurde unser konstruktiver Eindruck der ersten Tarifrunde vom Dezember 2019 leider nicht bestätigt. Die Forderungen liegen immer noch deutlich und zu weit auseinander, als dass eine Einigung überhaupt in Sicht wäre. Nach wie vor gilt: Beide Seiten müssen sich bewegen. Seitens der Arbeitgeber ist diese Bereitschaft vorhanden. Es muss weiterhin unser gemeinsames Ziel für die nächste Tarifrunde im Februar sein, eine Annäherung zwischen beiden Seiten zu erreichen. Das ist der Wunsch der über 120.000 Beschäftigten und der über 830 Mitgliedsunternehmen, die aus Überzeugung zu 100 Prozent tarifgebunden sind. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst."

Streik bei McDonald's im Kreis Recklinghausen? Das sagt die Gewerkschaft

Außerdem weist der BdS darauf hin, dass weitere Fragen in den Tarifrunden am 13. und 14. Februar geklärt würden. Rückfragen würden im Anschluss beantwortet werden. 

Unsere bisherige Berichterstattung: 

"Sie stehen rund um die Uhr an der Fritteuse, bekommen dafür aber nur den Mindestlohn", kritisiert Adnan Kandemir von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Gemeint sind die Mitarbeiter der Fast-Food-Ketten im Kreis Recklinghausen, die jetzt auf die Barrikaden gehen.

Fast Food im Kreis Recklinghausen: Ein Knochenjob für 9,35 Euro

Es ist Stress, es ist harte Arbeit, es ist ein Knochenjob. 120.000 Menschen arbeiten bundesweit in den Filialen von Starbucks, KFC, Burger King & Co. Allein der Branchenprimus McDonald's betreibt im Kreis Recklinghausen elf Filialen. Meist wird in den Fast-Food-Restaurants nur der Mindestlohn von 9,35 pro Stunde gezahlt. Viele Mitarbeiter kommen deshalb nur mit Zweitjobs und Stütze halbwegs über die Runden. Das soll sich jetzt ändern.

NGG im Kreis Recklinghausen vor neuen Tarifverhandlungen

"Die Wut der Beschäftigten ist groß", weiß NGG-Gewerkschaftssekretär Kandemir um die Streikbereitschaft. Mit einer Lohnforderung von 12 Euro geht NGG in die nächste Runde der Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband Systemgastronomie. Verhandelt wird am 13. und 14, Februar in Stuttgart.

Recklinghausen: NGG teilt mit - halbe Stunde Arbeit für einen Burger

Vorher soll es Warnstreiks geben. "Auch im Kreis Recklinghausen könnte es zu Ausstanden kommen", warnt Kandemir. Ab sofort könnten die Fritteusen zeitweise kalt bleiben. Wer also mit seinem Heißhunger auf Fast Food vor verschlossenen Türen steht, sollte bedenken, dass ein Mitarbeiter für den Hamburger eine halbe Stunde arbeiten muss. Ist das fair?

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