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Der Prozess findet vor dem Landgericht Essen statt.

Prozess hat begonnen

Dreister Coup mit falschem Geldtransporter - das war hollywoodreif

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Mit einem umlackierten Geldtransporter gelingt ein Millionen-Diebstahl. Die mutmaßlichen Täter kommen auch aus Recklinghausen und Marl.

Die Täter waren als Geldboten verkleidet, ihr Fahrzeug war die perfekte Nachbildung eines Geldtransporters: Zwei Jahre nach einem spektakulären Millionen-Coup hat in Essen der Prozess um einen trickreichen Raubzug in Gronau begonnen. Dabei wurden in einem Supermarkt 1,8 Millionen Euro erbeutet. Zum Prozessauftakt hat einer der Angeklagten bereits ein kurzes Geständnis abgelegt. Der 45-Jährige war zur Tatzeit Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und soll seine Komplizen mit Insiderwissen versorgt haben. "Die Vorwürfe treffen zu", sagte sein Verteidiger Hans Reinhardt.

Mitarbeiter witterte keinen Verdacht

Laut Anklage hatten die Täter einen weißen VW-Transporter umlackiert und mit Magnetfolien in einen vermeintlichen Geldtransporter verwandelt. Die Nummernschilder waren Dubletten eines tatsächlich existierenden Kennzeichens. Der Mitarbeiter des beraubten Supermarktes witterte keinen Verdacht.

"Das war schon fast hollywoodreif", so Reinhardt am Rande des Prozesses. Die sechs weiteren Angeklagten aus Recklinghausen, Marl, Köln und Wachtberg bei Bonn haben sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sie sollen in wechselnder Beteiligung auch für weitere Taten verantwortlich sein.

Das Essener Landgericht hat für den Prozess noch 19 Verhandlungstage bis zum 19. Dezember 2019 vorgesehen.

Der Coup von Gronau hatte 2017 großes Aufsehen erregt.

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