Kontrollen im Kreis und in Bottrop

Polizei zieht traurige Bilanz: So viele Autofahrer ignorieren den „Lebensretter Nummer eins“ am Steuer

  • Oliver Prause
    vonOliver Prause
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Eigentlich ist es so einfach, sich am Steuer zu schützen. Dennoch ignorieren immer noch viele Autofahrer den Gurt als „Lebensretter Nummer eins“. Die Polizei Recklinghausen zieht daher eine traurige Bilanz einer Kontrollaktion.

In der vergangenen Woche hat die Polizei Recklinghausen auf den Straßen im Kreis RE und der Stadt Bottrop eine flächendeckende Kontrollaktion durchgeführt. Dabei hatten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten vor allem eines im Sinne: Die Autofahrer eindringlich auf den Zweck des Sicherheitsgurtes hinzuweisen. Ziel war das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Fahrers für sich selbst sowie auch für seine Mitfahrer - vor allem für die Kinder - zu stärken und zu fördern.

Polizei: Verletzungsrisiko steigt ohne Sicherheitsgurt um ein Vielfaches

Denn nach Angaben der Behörde ist der Gurt immer noch der „Lebensretter Nummer eins“ in den Fahrzeugen. Andererseits erhöht sich durch einen nicht angelegten Sicherheitsgurt das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, um ein Vielfaches.

Trotz dieser Gefahren sind immer noch viele Menschen ungesichert im Straßenverkehr unterwegs - wie die Bilanz der Polizei Recklinghausen zur Kontrollaktion beweist. Insgesamt wurden 251 Fahrer:innen erwischt, die gegen die Gurtpflicht verstoßen hatten. In einem Fall war ein Kind nicht richtig gesichert. Den Fahrer erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Polizeipräsidium in Recklinghausen: 2020 gab es deutlich weniger Verkehrsunfälle

Dennoch gibt es auch positive Nachrichten aus dem Polizeipräsidium in Recklinghausen. Denn im Jahr 2020 sind laut des Verkehrsunfallberichtes zwar 19.701 Verkehrsunfälle im Kreis RE und in Bottrop aufgenommen worden. Das waren aber 2725 weniger als im Vorjahr (22.426) und damit der niedrigste Wert im Vergleich der vergangenen fünf Jahre. „Diese positive Entwicklung ist sicherlich auch auf unsere präventive und repressive Verkehrssicherheitsarbeit zurückzuführen. Bezogen auf das vergangene Jahr ist ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aber offensichtlich“, sagt Direktionsleiter Martin Kirchner.

Viele Berufstätige waren und sind in Kurzarbeit oder arbeiten im Homeoffice. In den Lockdown-Phasen sorgten die Schließungen vieler Geschäfte sowie Homeschooling zusätzlich dafür, dass auf den Straßen deutlich weniger Verkehr herrschte.

Auch zum Thema „Handy am Steuer“ gab es in NRW eine großangelegte Kontrollaktion.

Rubriklistenbild: © Christin Klose

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