Vestische lässt Busse im Depot

Warnstreiks werden fortgesetzt - auch Kitas und Nahverkehr betroffen

  • Thomas Bartel
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Pendler haben es aktuell nicht leicht: Im Kreis Recklinghausen und ganz NRW wird am Dienstag erneut im Nahverkehr gestreikt.

Update, 20.10., 6.40 Uhr: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks am Dienstag in ganz Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Betroffen sind unter anderem Stadtverwaltungen, Krankenhäuser und Kitas sowie der Nahverkehr. Die Warnstreiks seien wie geplant überall im Land angelaufen, sagte eine Verdi-Sprecherin am Morgen. Wie viele Menschen in den Ausstand getreten sind, war aber zunächst unklar. 

Einer der Schwerpunkte der Warnstreiks ist den Angaben nach der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Dieser soll den ganzen Tag über flächendeckend bestreikt werden. Mit dem Aktionstag will die Gewerkschaft ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen. In Dortmund, Essen und Köln sollen überregionale Streikversammlungen stattfinden.

Update, 19.10., 6.14 Uhr: Nicht nur an diesem Montag, sondern auch am morgigen Dienstag bleiben die Busse der Vestischen auf den Betriebshöfen in Herten und Bottrop stehen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter in den aktuellen Tarifverhandlungen zum dritten Mal zu Warnstreiks aufgerufen und verlängert die Arbeitsniederlegung um einen Tag. Auch die kommunalen Dienststellen im Kreis RE sind am Dienstag vom Warnstreik betroffen.

Kreis Recklinghausen: Bereits der dritte Warnstreik in den Tarifverhandlungen

Update, 16.10,. 14.30 Uhr: Pendler müssen jetzt ganz stark sein: Am Montag, 19. Oktober, wird im Kreis Recklinghausen erneut kein Bus rollen, „denn die Gewerkschaften haben die Mitarbeiter*innen im ÖPNV in den aktuellen Tarifverhandlungen zum dritten Mal zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Darüber hinaus können weitere Streiktage im Anschluss an den 19. Oktober nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Vestischen vom Freitag (16.10.).

Heißt: In ganz Nordrhein-Westfalen wird wohl kein Nahverkehr (Busse und Straßen sowie U-Bahnen) fahren. Der Regionalverkehr der Eisenbahnen ist von diesen Streiks hingegen nicht betroffen. Zuletzt legte ein Streik am 8. Oktober den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen still. Hintergrund ist ein zäher Tarifstreit zwischen den lokalen Arbeitgebern und den Gewerkschaften.

ÖPNV-Warnstreik bereits am 8.Oktober im Kreis Recklinghausen

Update, 8.10., 6.50 Uhr: Starke Einschränkungen für Pendler: Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen fallen seit Donnerstagmorgen viele Busse und Bahnen aus. «In Dortmund steht alles still», sagte Kirsten Rupiper von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am frühen Morgen. Seit Betriebsbeginn gegen 3.00 Uhr fahre für 24 Stunden kein Bus und keine Bahn. Die Verkehrsabteilung der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) sei komplett im Streik, so Rupiper.

Verdi hat für Donnerstag zu einem flächendeckenden Warnstreik in NRW aufgerufen. Busse und Bahnen sollen in den Depots bleiben. Gestreikt werden soll von Betriebsbeginn bis Betriebsende. S-Bahnen und Regionalzüge sind aber nicht betroffen.

Hintergrund der Warnstreiks ist die Forderung des Verdi-Bundesverbands nach einer bundesweit einheitlichen Tarifregelung für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV. Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden.

Update, 6.10., 11 Uhr: Der zweite ÖPNV-Warnstreik in Nordrhein-Westfalen rückt immer näher. Am Donnerstag werden wohl landesweit keine Busse und Bahnen fahren. Regional- und S-Bahnen werden dagegen nach Plan verkehren. Die Gewerkschaft Verdi fordert weiterhin, mit den Arbeitgebern Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen von 87.000 Arbeitnehmern führen zu können. Außerdem drohte die Gewerkschaft mit weiteren Streiks: Durch eine Arbeitsniederlegung in der Passagierabfertigung könnten die Flughäfen Düsseldorf sowie Köln-Bonn ausgerechnet in den Herbstferien lahmgelegt werden.

Pendler im Kreis Recklinghausen schauen in die Röhre

Unsere bisherige Berichterstattung: Erneut müssen Pendler im Kreis Recklinghausen und ganz Nordrhein-Westfalen in die Röhre schauen: Wie die Vestische mitteilt, haben die Gewerkschaften im aktuellen Tarifkonflikt erneut den Druck erhöht und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nahverkehrsunternehmen zu Warnstreiks aufgerufen. Am Donnerstag, 8. Oktober, werden die Busse der Vestischen deshalb voraussichtlich nicht fahren.

Streik-Hammer im Kreis Recklinghausen: Kein Busverkehr am 8. Oktober

Hintergrund ist, dass auch die Leitstelle des Unternehmens bestreikt werden soll. Deshalb kann die Vestische im Kreis Recklnighausen keinen sicheren Verkehr gewährleisten und den Betrieb für 24 Stunden einstellen. „Das gilt auch für Bedarfsverkehre wie AnrufSammelTaxis und TaxiBusse. Mit sämtlichen Fahrten entfallen sowohl die Mobilitätsgarantie, als auch das Pünktlichkeitsversprechen. Die KundenCenter bleiben ebenfalls geschlossen. Ab Betriebsbeginn am Freitag, 9. Oktober, werden alle Busse wieder planmäßig fahren und die KundenCenter ihren gewohnten Service anbieten“, heißt es in einer Mitteilung der Vestischen.

Streik im ÖPNV im Kreis Recklinghausen: Die Busse der Vestischen werden 24 Stunden lang stehen bleiben.

Auch weitere ÖPNV-Einschränkungen im Kreis Recklinghausen

Auch in den Nachbarstädten ist mit Einschneidungen im öffentlichen Personennahverkehr zu rechnen. So dürfte auch bei der BOGESTRA nichts gehen. Eisenbahnen sollten hingegen nach Plan fahren, da es sich hierbei um private Verkehrsunternehmen handelt.

Es ist nicht der erste Streik im Kreis Recklinghausen

Bereits am 29. September mussten die Busse im Kreis Recklinghausen streikbedingt in den Betriebshöfen bleiben. Am Montag (05.10.) legen Mitarbeiter der Stadt Marl die Arbeit nieder. Gegenstand des aktuellen Tarifkonflikts mit bundesweit ungefähr 130 ÖPNV-Unternehmen sind neben den Tarifsteigerungen umfangreiche Forderungen zu den jetzigen Arbeitsbedingungen für rund 87.000 Beschäftigte, wie die Vestische weiter mitteilt. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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