Land NRW lässt etwas Spielraum

Trotz Lockdown-Verlängerung: Das alles könnte ab nächster Woche im Kreis Recklinghausen wieder möglich sein

  • Oliver Prause
    vonOliver Prause
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Der Corona-Lockdown ist bis zum 28. März verlängert worden. Ein bisschen mehr Spielraum räumt das Land NRW seinen Städten und Kreisen aber ein. Das könnte nächste Woche im Kreis Recklinghausen alles möglich sein.

Das war eine schwere Geburt: Bis in die Nacht hinein rangen Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder um mögliche Lockerungen in der Corona-Krise. Herausgekommen ist auf den ersten Blick aber nur eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis mindestens 28. März. Am 22. März kommt die Bund-Länder-Runde dann erneut per Videokonferenz zusammen, um die Lage neu zu bewerten.

Aber wenn man genau hinschaut, gibt es trotzdem bereits kommenden Montag, 8. März, etwas mehr Freiheiten für die Bürger:innen und Spielraum für Unternehmen. Denn die gefassten Beschlüsse will NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auch in unserem Bundesland umsetzen.

Einzelhandel und Freizeitangebote wohl vorerst nur mit Terminvereinbarung möglich

Wir werfen mal einen Blick darauf, was im Kreis Recklinghausen ab nächster Woche möglich wäre - falls die Sieben-Tage-Inzidenz (die laut 24VEST-Corona-Newsblog aktuell bei 55,0 liegt) bis dahin nicht deutlich ansteigt.

Mögliche Lockerungen ab Montag, 8. März, bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100:

  • Der Einzelhandel darf wieder öffnen - unter strengen Voraussetzungen: Maximal 1 Kunde pro 40 Quadratmeter und nur mit vorheriger Terminvereinbarung.
  • Der Besuch von Museen, Galerien, Gedenkstätten und Wildgehegen ist wieder möglich - aber auch nur mit Terminvereinbarung.
  • Individualsport auf Außenanlagen ist wieder gestattet - mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren dürfen in Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmern Sport machen.
  • Die Kontaktbeschränkungen werden gelockert: Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt sind möglich - aber beschränkt auf maximal fünf Personen (Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt).

Mögliche Lockerungen ab Montag, 8. März, bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 (also mindestens drei Tage nacheinander):

  • Der Einzelhandel darf wieder öffnen - dann sogar ohne Kundentermine. Pro Kunde sind 10 bzw. 20 Quadratmeter Verkaufsfläche (je nach Ladengröße) vonnöten.
  • Auch der Besuch von Museen, Galerien, Gedenkstätten und Wildhgehegen ist ohne Terminbuchung möglich.
  • Auf Außenanlagen dürfen bis zu zehn Personen kontaktfreien Sport ausüben.

Gastronomie und Kulturschaffende hoffen auf Bund-Länder-Treffen am 22. März

Weitere Öffnungsschritte - zum Beispiel im Gastronomie-Sektor und weiteren Kulturbereichen - könnten dann ab dem 22. März erfolgen. Das sieht der von Bund und Ländern am Mittwoch ausgearbeitete Stufenplan vor.

Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 könnten Außenbereiche der Gastronomie nach vorheriger Terminvereinbarung wieder geöffnet werden. Ebenfalls wären dann kontaktfreier Sport in Hallen sowie Kontaktsport in Außenbereichen erlaubt. Sogar der Besuch von Kinos oder Theatern wäre wieder möglich. Voraussetzung in allen Fällen ist dann allerdings ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest.

Ab 5. April könnte der Einzelhandel im Kreis Recklinghausen wieder auf breiter Front öffnen

Noch weiter gehen die nächsten Schritte am 5. April, sollten die Infektionszahlen dies zulassen.

Dann kann der Einzelhandel sogar bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wieder ohne Terminvereinbarungen öffnen (bei 10 bzw. 20 qm2 pro Kunde), und kontaktloser Sport innen sowie Kontaktsport außen wären ohne Test möglich. Sinkt die Inzidenz bis zu dem Termin dauerhaft unter 50 sind sogar Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit maximal 50 Personen und Kontaktsport in der Halle wieder gestattet.

Das ist alles noch Zukunftsmusik. Die Bürger:innen im Kreis Recklinghausen dürften aber froh sein, dass es zumindest eine Perspektive für gewisse Lockerungen gibt.

Rubriklistenbild: © Michael Reichel/dpa

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