Sturm und Regen in NRW
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Sturm und Regen im Kreis Recklinghausen haben für viele Einsätze der Feuerwehr gesorgt.

Unwetter im Vest

Feuerwehr im Dauereinsatz: Schafe in Herne nach Starkregen in Lebensgefahr - weiter Gewittergefahr

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  • Tobias Ertmer
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  • Katharina Weber
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  • Stephan Rathgeber
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Am Freitagabend musste die Feuerwehr im Kreis Recklinghausen und in der Region voll gelaufene Keller auspumpen. In Herne waren Schafe in Not geraten. Am Samstag gab es erneut Gewitter mit Starkregen.

  • Über den Kreis Recklinghausen zog am Freitagabend ein Gewitter mit Starkregen hinweg.
  • Schon seit Donnerstag rückt die Feuerwehr immer wieder zu Einsätzen aus.
  • Auch am Samstag kam es wieder zu Gewittern mit Starkregen.

Update, 15. August, 18.25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung für den Kreis Recklinghausen aufgehoben. Außerdem hat die Feuerwehr alle Rettungseinsätze, die aufgrund von „Wasser im Gebäude“ liefen, beendet.

Update, 15. August, 17.33 Uhr: Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für den Kreis Recklinghausen bleibt vorerst bestehen. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel.

Update, 15. August, 15.58 Uhr: Der Starkregen, der am Samstagnachmittag über dem Vest herunterging, hat erneut die Feuerwehr auf Trab gehalten. Die Kreisleitstelle verzeichnete in kürzester Zeit rund 30 Einsätze unter dem Stichwort „Wasser im Gebäude“.

Update, 15. August, 14.55 Uhr: Wie bereits angekündigt, bleibt es gewittrig im Kreis Recklinghausen: Soeben hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung für den Kreis Recklinghausen herausgegeben und auch per Warnapp NINA wurde gewarnt. „Amtliche UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER mit HEFTIGEM STARKREGEN und HAGEL“, so ist es zu lesen in den Warnungen des DWD.

Update, 15. August, 12.50 Uhr: Bei starken Regenfällen ist eine Schafherde in Herne in einem Regenrückhaltebecken eingeschlossen worden und beinahe ertrunken. Das Becken habe sich am späten Freitagabend in sehr kurzer Zeit mit Wasser gefüllt, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. Der Schäfer habe 150 Tiere eigenständig in Sicherheit bringen können. Wegen der unübersichtlichen Lage hätten Einsatzkräfte bei der Suche geholfen und den gesamten Bereich ausgeleuchtet sowie das Regenrückhaltebecken durchsucht.

Dabei hätten sie ein lebendes Schaf gefunden und es unverletzt dem Schäfer übergeben. Nach ersten Erkenntnissen hätten alle Schafe überlebt. Die Herde hatte sich im Bereich des Regenrückhaltebeckens befunden und war von dem Wasser überrascht worden. Eigentlich gebe es in dem Becken ein Frühwarnsystem, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Warum dieses nicht auslöste, sei noch unklar. Die Feuerwehr Herne war mit 19 Kräften vor Ort.

Schafherde in Herne von Regen überrascht

Update, 15. August, 12.45 Uhr: Der Kreis Recklinghausen ist am Freitagabend noch glimpflich davon gekommen. Erst am Samstag zeigt sich, was in anderen Landesteilen los war. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, hochgespülte Gullydeckel, umgekippte Bäume: Ein Unwetter mit Starkregen hat die Feuerwehr in Teilen von Nordrhein-Westfalen mächtig auf Trab gehalten. Allein im münsterländischen Kreis Warendorf gab es am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag 375 Einsätze, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Auch am Morgen gab es noch vereinzelte Einsätze. „Unwetter kommen zwar immer wieder mal vor, aber das war die Spitze des Eisbergs in den letzten zwei Jahren“, so der Sprecher. Auch im Ruhrgebiet zog das Unwetter seine Kreise. In Dortmund zählte die Feuerwehr seit Freitagabend 70 Einsätze, wie ein Sprecher berichtete. Neben umgekippten Bäumen und abgebrochenen Ästen seien einige Straßen überflutet gewesen.

Münsterland, Bochum und Dortmund vom Unwetter stark betroffen

Am schlimmsten habe das Unwetter im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland gewütet, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen. Der meiste Starkregen sei mit 86,5 Litern pro Quadratmeter in Wadersloh (Kreis Warendorf) gemessen worden. In den kommenden Tagen bleibe das Wetter weiter unbeständig. Am Samstag ist laut DWD örtlich erneut heftiger Starkregen mit Mengen von 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Dazu kämen stürmische Böen sowie Hagel.

Update, 15. August, 9.45 Uhr: Wie die Feuerwehr in Oer-Erkenschwick meldet, wurde am Freitagabend ein Keller an der Weidenstraße ausgepumpt. Zudem war an der Holtgarde ein Baum umgestürzt, den die Feuerwehr zerlegte, um die Straße wieder passierbar zu machen.

Update, 15. August, 7.45 Uhr: Die Feuerwehren im Kreis Recklinghausen hatten auch am Freitagabend alle Hände voll zu tun: Rund 25 Einsätze wurden im Meldesystem der Kreisleitstelle mit dem Stichwort „Unwetter“ verzeichnet. Und auch am Samstag besteht weiterhin die Gefahr von Gewittern - wenn auch nicht mehr ganz so intensiv wie am Freitag. Der Deutsche Wetterdienst meldet für NRW: „Tagsüber weitere Gewitter mit 15 bis 25 l/qm, vereinzelt auch mit 25 bis 40 l/qm in kurzer Zeit. Lokal extrem heftiger Starkregen mit Mengen von 40 bis 70 l/qm in kurzer Zeit.“ Dazu sind offenbar auch stürmische Böen und Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h (Bft 8-9) sowie Hagel mit Korngrößen um 2 cm möglich.

Update, 14. August, 22.30 Uhr: Laut Einsatzliste der Feuerwehren gibt es aktuell immer noch rund 20 unwetterbedingte Feuerwehreinsätze im Kreis. Als Einsatzstichworte werden „Wasserschaden“ und „Wasser im Gebäude" genannt. Details zu den sind bislang nicht bekannt.

Update, 14. August, 22.15 Uhr: Wie der Deutsche Wetterdienst auf seiner Seite mitteilt, bleibt die Warnung vor starkem Gewitter noch bis 22.30 Uhr bestehen. Demnach gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen um 20 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h.

Update, 14. August, 21.50 Uhr: Aktuell laufen 14 unwetterbedingte Feuerwehreinsätze im Kreis Recklinghausen, darunter fünf in Oer-Erkenschwick, sechs in Recklinghausen und zwei in Haltern.

Neue Unwetter-Warnung für den Kreis Recklinghausen

Update, 14. August, 21.05 Uhr: Die Unwetter-Warnung wurde verlängert. Diese gilt jetzt bis 22 Uhr. Es wird vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel gewarnt. Außerdem sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h möglich. Bislang gibt es im Kreis Recklinghausen keine unwetterbedingten Feuerwehreinsätze.

Update, 14. August, 20 Uhr: Es gibt erneut eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter im Kreis Recklinghausen. Demnach treten vereinzelt Gewitter auf. Starkregen mit Windböen um 60 km/h und kleinkörniger Hagel sind möglich. Die Warnung gilt zunächst von 19.30 bis 21 Uhr.

Update, 21.10 Uhr: Alle Unwetter-Warnungen des DWD sind für den Kreis Recklinghausen aufgehoben.

Kreis Recklinghausen: Mehrere Unwetter-Einsätze in Herten

Update, 20.45 Uhr: Weiterer Feuerwehr-Einsatz in Herten: Aufr der Mühlenkampstraße ist eine Linde mit einem dreiteiligen Stamm durch starken Wind zerbrochen. Ein Teil landete in einem Garten, ein Teil auf einem Auto und der dritte Teil der Linde blieb stehen. Hier wird noch am Abend geprüft, ob sie in diesem Zustand stehen bleiben kann.

Update, 20.32 Uhr: Die Warnung des Deutschen Wetterdienstes wurde nun insbesondere für Haltern noch einmal verschärft. Sie ist nun bis 21 Uhr gültig. Aktuell laufen noch sieben Einsätze der Feuerwehren im Kreis Recklinghausen. Auch auf der Langenbochumer Straße in Herten musste die Feuerwehr ausrücken, da ein Ast auf die Straße gefallen war.

Auf der Langenbochumer Straße in Herten fiel ein Ast auf die Straße.

Unwetterwarnung für den Kreis Recklinghausen vor „markantem Wetter“

Update, 20 Uhr: Die schwere Warnung des Deutschen Wetterdienstes wurde bereits aufgehoben. Allerdings warnt der DWD noch immer bis 20.30 Uhr vor „markantem Wetter" im Kreis Recklinghausen. Es kann also weiterhin zu Blitzeinschlägen und Regenschauern im gesamten Kreisgebiet kommen.

Unsere bisherige Berichterstattung: Auch am Donnerstagabend kommt es im Kreis Recklinghausen zu schweren Gewittern: Der Deutsche Wetterdienst warnt sogar in einer amtlichen Mitteilung: „Es treten einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen um 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel.“ Außerdem warnen die Wetter-Experten vor Blitzschlägen. Auch die Warn-App Nina hat bereits angeschlagen.

Unwetter: Hohe Niederschlagsmengen im Kreis Recklinghauen

Aktuell laufen in Gladbeck, Herten und Haltern mehrere Einsätze der Feuerwehren. Dabei sind nach Informationen der Feuerwehr Recklinghausen insbesondere Keller vollgelaufen. Denn auch die hohen Niederschlagsmengen sind nicht zu verachten. Auch im benachbarten Gelsenkirchen-Buer ist die Feuerwehr aktuell im Einsatz.

Unwetter im Kreis Recklinghausen: Warnung ist bis 20.30 Uhr gültig

Bereits im Laufe der Woche gab es Hinweise auf ein erneutes Gewitter. Die aktuelle Warnung ist bis 20.30 Uhr gültig. Das Regenradar zeigt aber auch für den Zeitraum danach schwere Wetterlagen an. Auch am Sonntag und Dienstag kam es bereits zu Unwetter-Lagen:

Wir aktualisieren diesen Artikel, sollte sich die Situation verändern. (mit dpa)

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