Reifen qualmten

Streifenwagen stoppt illegales Autorennen auf dem Wall

Dortmund - Mit einem quer gestellten Streifenwagen auf dem Dortmunder Wall haben Polizisten in der Nacht zu Montag ein illegales Autorennen beendet. Zuvor hatten die Beamten pfeilschnell reagiert.

Um 2.12 Uhr in der Nacht zu Montag kontrollierte eine Streife der Dortmunder Polizei einen Wagen auf der Nebenfahrbahn des Ostwalls. Dabei hörten die Polizisten laute Motorgeräusche auf dem Wall. Ein Golf GTI, ein Golf R und ein Mercedes fuhren akustisch eindrucksvoll vorbei - in völlig korrekter Geschwindigkeit.

"Da es sich um erfahrene Beamte handelte, haben sie trotzdem schnell reagiert", berichtet Polizeisprecherin Cornelia Weigandt. Denn: Allein die Automarken und die offenbar getunten Fahrzeuge mitten in der Nacht auf dem Wall erweckten bei der Streife einen Verdacht. Zu Recht.

Bei einem Wagen qualmten die Reifen

Anschließend ging alles sehr schnell: Die Beamten beendeten die Routinekontrolle so rasch wie möglich, folgten den drei Wagen. Diese fuhren auf dem Außenwall in Richtung Norden, und als sie den Blitzer auf dem Wall passiert hatten, änderte sich tatsächlich auch ihre Fahrweise. Alle drei beschleunigten kurz, bevor sie an der roten Ampel Ostwall / Olpe anhielten. Dann ging es richtig los: "Das grüne Licht war offenbar das Startsignal", so Cornelia Weigandt. Der Golf GTI und der Mercedes rasten los, der Golf R folgte den beiden mit qualmenden Vorderreifen. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Schwanenwall / Brüderweg ging das Rennen weiter.

Polizisten kürzten mit Blaulicht über den Westenhellweg ab

Die Polizisten nun saßen währenddessen bereits wieder in ihrem Streifenwagen, fuhren geistesgegenwärtig parallel zum Wall mit Blaulicht und Martinshorn durch die Fußgängerzone, um den Verdächtigen den Weg abzukürzen. Am Hiltropwall / Josefstraße stellten sie den Streifenwagen quer und stoppten so das Trio: einen 22-jährigen Dortmunder im Golf GTI, einen 22-jährigen Bergkamener im Mercedes und einen 26-jährigen Dortmunder im Golf R.

Alle drei bestritten, sich ein Rennen geliefert zu haben. Der 26-Jährige, dessen Vorderreifen gequalmt hatten, gab allerdings dann doch zu, sein Auto stark beschleunigt zu haben.

Die Polizei hat weitere Ermittlungen aufgenommen. Das Trio erhielt sofort einen Platzverweis für den Bereich der Innenstadt und des Walls.

38 Rennen allein im letzten Jahr in Dortmund

Allein in Dortmund hat es im vergangenen Jahr 38 nachgewiesene illegale Autorennen gegeben. Die Zahl der gemeldeten Autorennen war mit 70 beinahe doppelt so hoch. Dazu kamen 62 Raser-Unfälle mit 13 Verletzten. Für das Jahr 2019 hatte Dortmunds neuer Rechtsdezernent Norbert Dahmen eine klare Ansage gemacht: "Wir wollen die Raserszene auflösen."

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