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Das Klinikum Dortmund.

Rekordergebnis

Klinikum macht größten Überschuss seit 2002

DORTMUND - Das Klinikum Dortmund meldet rosige Zahlen: 5,6 Millionen Euro Überschuss hat Westfalens größtes Krankenhaus 2016 laut dem vorläufigen Jahresabschluss erwirtschaftet. Das ist der beste Abschluss seit Gründung des Klinikums als gemeinnützige GmbH im Jahr 2002. Auch für Klinik-Chef Rudolf Mintrop persönlich gibt es gute Nachrichten.

„Never change a winning Team“ (tausche niemals ein Gewinner-Team aus), dachten sich Aufsichtsrat und Rat der Stadt und verlängerten Mintrops Vertrag ein dreiviertel Jahr vor dem Ende seiner ersten fünf Jahre in Dortmund.

Der erfolgreiche Krankenhausmanager wird Ende 2022, wenn sein neuer Vertrag ausläuft, fast 68 Jahre alt sein. Er hofft, gesund zu bleiben. „Ich möchte nicht mein eigener Kunde werden“, sagt Mintrop, obwohl er großes Vertrauen in die ärztliche Kunst am Haus hat.

Als der Diplom-Volkswirt am 1. Januar 2013 neuer Chef von Westfalens größtem Krankenhaus wurde, damals 57 Jahre alt, lag das Defizit aus dem Vorjahr bei 6,4 Millionen Euro. 2015 waren es bereits 4,9 Millionen Euro, 2016 nochmals 0,7 Millionen Euro mehr.

100 neue Stellen wurden geschaffen

Das erneute positive Ergebnis beschert Mintrop Luft zum Investieren in Personal und in Steine. Im letzten Jahr erhöhten sich die stationären Erlöse um 5,4 Prozent. Dank der äußerst erfolgreichen medizinischen Arbeit am Klinikum konnten 2016 rund 100 neue Stellen geschaffen werden.

Mit seinen beiden Standorten Mitte (Beurhausstraße) und Nord (Münsterstraße/Fredenbaum) beschäftigt das Haus der Maximalversorgung jetzt wieder über 4000 Mitarbeiter. Das sind Zahlen, die schon seit vielen Jahren nicht mehr erreicht wurden. Und die aktuelle Liste mit Stellenangeboten auf der Internet-Seite des Hauses ist seitenlang. Von den gut 4000 Mitarbeitern arbeiten 2900 in Vollzeit, darunter 1030 im Pflegedienst, 540 im ärztlichen Dienst und 800 in der Therapie.

Das sind die nächsten Bauprojekte

Im Laufe des Jahres soll Baubeginn sein für den mehrstöckigen, 15 Millionen Euro teuren Klinikanbau an der Beurhausstraße. 150 Betten finden in diesem Stationsgebäude dann Platz. 85 werden dorthin verlagert aus der Geriatrie, die noch untergebracht ist im alten Dudenstift (frühere Frauenklinik).

Dazu kommen fünf Palliativbetten in einer eigenen Palliativabteilung, für die schon Mechthild Greive als Vorgängerin von Rudolf Mintrop einen Antrag ans Land gestellt hatte, diese im Krankenhausplan aufzunehmen. Aktuell werden sterbenskranke, nicht mehr zu heilende Patienten palliativmedizinisch in einzelnen, verteilten Zimmern betreut. Und zwar schmerzmedizinisch, als auch in seelischer Begleitung. Dr. Ralf Jelkmann, Klinkdirektor der Geriatrie, ist auch ausgebildeter Paliativmediziner. In den Neubau wechselt zudem die Schmerzmedizin.

In der Planungsphase als nächste Bauprojekte sind ein Blockheizkraftwerk am Standort Mitte, dann endlich der Neubau des Operationstraktes am Klinikum Nord, die Renovierung einer weiteren Station und die dringend benötigte Vergrößerung der Notfallambulanz. Weitere 30 Millionen Euro werden für diese Projekte fällig.

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