Restaurant "Nonna Concetta"

Sternekoch Frank Rosin hilft Italiener im Klinikviertel

DORTMUND - Das italienische Restaurant "Nonna Concetta" im Klinikviertel bekommt derzeit prominente Unterstützung. Der Dorstener Fernsehkoch Frank Rosin ("Rosins Restaurants") soll die Trattoria wieder in Schwung bringen. Im Video erklärt Rosin, woran es Restaurants heutzutage oft mangelt.

Gemütlich ist es im "Nonna Concetta", dem italienischen Lokal von Alberto Bianco im Klinikviertel. Mit Holzvertäfelungen an den Wänden und guten Weinen hinter dem Tresen hat die Trattoria das Ambiente eines schicken, kleinen Geheimtipps.

"Die Inneneinrichtung ist erst vor Kurzem fertig geworden", sagt Inhaber Bianco, der das Restaurant vor knapp zehn Jahren übernommen hat.

Finanziell vor dem Aus

Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er in diesen zehn Jahren mehr Zeit investiert - um früher zu renovieren, um kulinarische Experimente zu wagen und sich auszuprobieren.

Doch "private Komplikationen", darunter schwere Krankheitsfälle in der Familie, hätten ihn "immer wieder davon abgehalten, ein wirklich gutes Konzept für die Küche auszuarbeiten", erzählt der 46-Jährige. Das "Nonna Concetta" habe deshalb in der letzten Zeit finanziell "kurz vor dem Aus" gestanden.

"Wobei soll der mir helfen?"

Aber "einfach so wegwerfen" wollte Bianco dieses Herzensprojekt und die jahrelange Arbeit, die er darin investiert hatte, auch nicht. In einem Gespräch mit seiner Frau entstand schließlich die Idee, sich Hilfe zu holen - von Fernsehkoch Frank Rosin.

"Am Anfang habe ich mir gedacht: Wobei soll der mir helfen? Kochen kann ich, das weiß ich auch von guten Bewertungen, die meine Gäste hinterlassen", sagt Bianco. Doch seine Frau hielt an der Idee fest und bat Sternekoch Frank Rosin, dessen Show "Rosins Restaurants" bei Kabel1 läuft, um Hilfe. "Und jetzt steht er hier", sagt Bianco stolz.

"Die Gastronomie ist wie die Ruhrgebietler"

Rosin kennt die Probleme genau, mit denen das "Nonna Concetta" zu kämpfen hat: "Die Branche hat sich unheimlich gewandelt in den letzten zehn Jahren", sagt der 51-Jährige Dorstener. Es sei viel komplexer geworden, ein Restaurant zu führen, da viele Verpflichtungen hinzugekommen seien, die "früher einfach nicht gelebt wurden".

Der Sternekoch, der sein eigenes Restaurant in seiner Heimat Dorsten unterhält, ist ein Freund der Restaurants in der Region. "Die Gastronomie ist so wie die Ruhrgebietler", sagt er. "Ein bisschen deftig - aber das macht das Authentische eben aus. Und das liebe ich, nicht nur an der Gastronomie im Ruhrgebiet, sondern an der gesamten Region".

Restaurant soll noch italienischer werden

Bianco ist anzumerken, dass ihm die Arbeit mit dem Sternekoch großen Spaß macht. "Wir kochen zusammen, probieren viele neue Dinge aus", schwärmt Bianco. Welches Konzept das italienische Restaurant in Zukunft verfolgen wird, "das stellt sich gerade heraus", sagt er.

Noch darf er nicht viel verraten, eine grobe Richtung steht aber schon fest. Das Restaurant soll noch italienischer werden, alle typisch deutschen Gerichte werden laut Bianco bald von der Speisekarte verschwinden und italienischen Spezialitäten weichen: "Pizzabrötchen, Käse-Schinken-Röllchen - so was verbinden die Leute in Deutschland meistens mit italienischer Küche. Aber wir wollen ihnen zeigen, dass es anders und auch besser geht".

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

130 Filialen in Deutschland: Bekannte Möbelhauskette Roller vor dem Aus?
130 Filialen in Deutschland: Bekannte Möbelhauskette Roller vor dem Aus?
Pendler kommen nicht mehr direkt von Sinsen nach Düsseldorf
Pendler kommen nicht mehr direkt von Sinsen nach Düsseldorf
Knöllchen-Ärger auf der Holtgarde - deshalb sind die Anwohner sauer
Knöllchen-Ärger auf der Holtgarde - deshalb sind die Anwohner sauer
Mit 150 km/h durch die Stadt - hier wurden im Ostvest die schlimmsten Raser erwischt
Mit 150 km/h durch die Stadt - hier wurden im Ostvest die schlimmsten Raser erwischt
Führerschein weg! Schalke-Profi darf nicht mehr hinters Steuer. Jetzt zum "Idiotentest"?
Führerschein weg! Schalke-Profi darf nicht mehr hinters Steuer. Jetzt zum "Idiotentest"?

Kommentare