Rettungseinsätze

Feuerwehr im Kreis zieht Bilanz

Kreis RE - Der Kreisverband der Feuerwehr zieht Bilanz: 2018 gab es mehr als 10.700 Einsätze. Von Bränden über technische Hilfestellungen bis zu Unwettern und Waldbränden war alles dabei.

Die Feuerwehrleute im Kreis Recklinghausen haben im vergangenen Jahr alle möglichen Szenarien erlebt. Von Bränden über technische Hilfestellungen bis zu Unwettern und Waldbränden reichten die Einsätze. Vor allem das Orkantief Friederike zu Beginn des Jahres verlangte den Profis alles ab. „Von Ihnen können sich viele Institutionen noch eine Scheibe abschneiden – nach dem Motto Zukunft durch Zusammenhalt“, erklärte Landrat Cay Süberkrüb auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Recklinghausen in der Stadthalle Oer-Erkenschwick.

Im Jahr 2018 mussten die Löschzüge im Kreis zu 10.782 Einsätzen ausrücken. Meist leisteten sie technische Hilfe. Die ehrenamtlichen Feuerwehren mussten sich bei 2.773 Einsätzen bewähren – statistisch gesehen rückten sie mehr als sieben Mal täglich aus, was nach Einschätzung des Verbandes die Bedeutung und Notwendigkeit des Ehrenamtes verdeutlicht. Der Rettungsdienst brachte es auf 53.556 Einsätze. Der Notarzt wurde in 21.832 Fällen gerufen. Insgesamt disponierte die Kreisleitstelle in Recklinghausen 183.398 Einsätze und Beratungen. Im Durchschnitt alle drei Minuten geht in der Leitstelle ein 112-Notruf ein.

Der Kreisfeuerwehrverband hat 4143 Mitglieder, von denen sich 1854 ehrenamtlich engagieren. Die Jugendfeuerwehr verfügt über 502 Nachwuchskräfte. „Es ist immer wieder erfreulich, dass die Einheiten aus den Städten des Kreises sich bei Großeinsätzen gegenseitig unterstützen“, erklärte Bezirksbrandmeister Donald Niehues. Der Vertreter der Bezirksregierung Münster sprach sich dafür aus, die Feuerwehren für Flächenbrände mit leichterer Bekleidung auszurüsten, weil die Temperaturen klimabedingt stiegen und die „dicken“ Uniformen die Feuerwehrleute an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit brächten.

Verdienste um die Notfallseelsorge

Die Pfarrer Ingo Janzen und Frank Rüther wurden für ihre Verdienste beim Aufbau der ökumenischen Notfallseelsorge und der Führungseinheit PSNV (Abschnittsleitung Psychosoziale Notfallversorgung für Großeinsatzlagen und Katastrophen) geehrt. Wenn die Feuerwehren und Rettungskräfte an ihre Grenzen stoßen und nichts mehr ausrichten können, übernimmt die Notfallseelsorge. Da sie im Bereich der Landeskirche künftig andere Aufgaben in der Notfallseelsorge wahrnehmen, werden Janzen und Rüther den Kreis RE verlassen. Zum Abschied wurden beide mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet.

Das Förderschild „Partner der Feuerwehr“ des Deutschen Feuerwehrverbandes wurde an die Oer-Erkenschwicker Maschinen und Industriebau FELD GmbH vergeben. Die Firma habe sich die Auszeichnung als Unterstützer der Oer-Erkenschwicker Wehr verdient, hieß es.

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