Revier-Derby

Schalke macht eine Kampfansage an den BVB

Gelsenkirchen - „Favoriten gibt es im Derby nicht“, sagt Schalke-Trainer Domenico Tedesco. Und S04-Manager Christian Heidel präsentierte sich zwei Tage vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund ebenfalls kämpferisch.

Man darf davon ausgehen, dass sich jeder Mitarbeiter der Schalker Geschäftsstelle diesen Termin in seinem Kalender blau-weiß angestrichen hat. Samstag, 8. Dezember, 15.30 Uhr: Derby. Doch damit jeder, wirklich jeder Mitarbeiter weiß, dass an diesem Wochenende das „Spiel der Spiele“ im Ruhrgebiet stattfindet, prangt in diesen Tagen an allen Bürotüren der Geschäftsstelle ein Schild mit der Aufschrift „Derbymodus an!!!“.

Schalkes Derbybilanz der vergangenen Jahre kann sich eigentlich sehen lassen: Die letzte Niederlage gegen den BVB gab es am 8. November 2015 – danach folgte eine Serie von vier Unentschieden, darunter natürlich das legendäre 4:4 von vor einem Jahr. Das letzte Aufeinandertreffen im April gewann Schalke 2:0.

Favoritenrolle will Tedesco aber trotzdem keinem Team zuweisen

Das heißt: Außer Ralf Fährmann und Matija Nastasic gibt es keinen aktuellen Schalke-Spieler, der bei einer Derby-Niederlage auf dem Platz stand, und auch der Trainer weiß nicht, wie sich so etwas anfühlt. „Das kann für den Hinterkopf schon eine Rolle spielen“, sagt Manager Christian Heidel. Domenico Tedesco hingegen will diese Tatsache nicht allzu hoch hängen. „Die Vergangenheit ist schön und gut“, sagt der Trainer, „grundsätzlich sind wir aber eine andere Mannschaft, wir haben uns verändert.“

Eine Favoritenrolle will Tedesco aber trotzdem keinem Team zuweisen. „In einem Derby gibt es weder Außenseiter noch Favoriten“, ist er sich sicher, „das war auch schon in der vergangenen Saison so, als die Tabellensituation eine andere war und Schalke vor dem BVB stand.“ Besonders vor einem Spieler warnte der Trainer aber schon einmal. „Die größte Stellschraube beim BVB ist Marco Reus“, analysierte Tedesco. Wenn er gut drauf ist, ist Dortmund auch gut drauf.“

Sein Mittel dagegen? Das verrät der 33-Jährige natürlich nicht. Seinen Manager hat er bereits über seine Taktik fürs Derby informiert, doch auch Christian Heidel hält dicht. Ein Sieg gegen den BVB ist für Heidel trotz des gewaltigen tabellarischen Vorsprungs von 19 Punkten kein Ding der Unmöglichkeit. „Ich glaube nicht, dass Dortmund bis zum Saisonende ungeschlagen bleibt“, schüttelt Heidel den Kopf. Seine Kampfansage: „Wir wollen die Mannschaft sein, die dem BVB die erste Niederlage der Saison beibringt.“

Mit Sticheleien gegen den Gegner hält sich Christian Heidel vornehm zurück – engen Kontakt zum Gegner gebe es allerdings auch nicht. „Wenn ich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sehe, sprechen wir natürlich miteinander“, sagt Heidel. Ein enges Verhältnis hätten die beiden aber nicht. „Es ist nicht so, dass wir gemeinsame Urlaubspläne schmieden“, schmunzelt der Manager.

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