Revierpark Wischlingen

Tracht und Dirndl stehen Dortmund gut - Bombastische Stimmung am Oktoberfest-Samstag

Das Oktoberfest im Revierpark Wischlingen brachte am Samstagabend das Festzelt zum Beben. Tausende Feierlaunige in Trachten und Dirndl tanzten und sangen ausgelassen.

Zum ersten Mal ist sie Pflicht, die traditionelle bayrische Kleiderordnung. Und sie macht was her. Wo man hinschaut, überall sind Dirndl und Trachten zu sehen. Es lässt sich kaum unterscheiden ob man nun in Bayern ist oder noch in der Metropole Ruhr. Das Dortmunder Oktoberfest lockt am Samstag rund 4000 Besucher in das Festzelt im Revierpark Wischlingen.

Laut schallen Musik und Gesang, schon vom Weitem, über das Areal. Die Stimmung im Zelt ist bombastisch. Die Gäste stehen auf Bänken und Tischen. Sofern genügend Platz ist, tanzen die Besucher. Die ein oder andere Polonaise versucht sich mühsam einen Weg durch die Menge zu bahnen.

Stargast Matthias Reim, der als Ersatz für DJ Ötzi auftritt, schafft es sogar, die vorherrschende gute Stimmung noch zu toppen. Seinen größten Hit hat sich der Sänger bis zum Schluss aufbewahrt. "Verdammt ich lieb dich", machte Reim vor 28 Jahren berühmt. Als er wissen will: "Könnt ihr es noch hören?", wissen die Wiesenbesucher genau, was welches Lied er meint.

Laut und deutlich antworten sie: "Ja!" Spätestens jetzt ist kein Halten mehr. Das Zelt tobt und brodelt. Wer kann, erklimmt Tische und Bänke und singt mit. - Sein eigenes Wort versteht man jetzt nicht mehr. "Wir sind mit zehn Leuten hier", erzählt Andreas Tolkscharf und versucht Matthias Reim zu übertönen. "Wir sind Wiederholungstäter, sind das sechste Mal dabei. Eigentlich sind wir wegen DJ Ötzi gekommen, doch Reim macht eine gute Stimmung."

Auch Sonja Vernholz ist begeistert von der Stimmung im Zelt: "Mittlerweile habe ich kaum noch Stimme, ich komme wieder." Sandra Sobotta hat das Oktoberfest von ihren Freundinnen als Geburtstagsgeschenk bekommen. "Ich bin das erste Mal hier, es ist einfach toll."

Das Bier läuft

Einziger Wermutstropfen: "Die langen Warteschlangen an den Toiletten", meint Astrid Mende. Kein Wunder: Circa 180 bis 200 Fässer, schätzt Veranstaltungsleiter Nils Linke, trinken die Besucher am Samstag leer. Dennoch genieße Mende ihren ersten Besuch der Dortmunder Wiesen. "Die super Stimmung und die außergewöhnliche Atmosphäre sind sicher ein Grund, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein", sagt sie.

Am Freitagabend feierten, laut Nils Linke, bereits rund 3500 Gäste mit den Höhnern und den Münchner G?schichten. Vorfälle größerer Art habe es, nach Auskunft des Sicherheitsdienstes und der Polizei vor Ort, nicht gegeben.

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