Rockergruppierung Osmanen

Rocker bei SEK-Einsatz erschossen: Ermittlungen eingestellt

Wuppertal (dpa/lnw) - Elf Monate nach dem Tod eines Rockers bei einem Polizeieinsatz in Wuppertal hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen einen SEK-Beamten eingestellt.

Der Polizist sollte im Februar 2018 einen Haftbefehl gegen den Ex-Präsidenten der örtlichen Rockergruppierung Osmanen wegen mehrerer Straftaten vollstrecken, dabei schoss der Beamte. Bei der tödlichen Schussabgabe habe es sich um ein tragisches Missverständnis gehandelt, teilten die Ermittler am Donnerstag mit.

Nach der Öffnung der Wohnung hatte die Polizei einen Explosionskörper gezündet. Der Beamte gab später an, er habe einen Lichtblitz gesehen, eine Druckwelle gespürt und geglaubt, dass der Mann auf ihn schieße.

Den Ermittlungen zufolge hielt der 43 Jahre alte Rocker wohl ein Handy in der Hand, das der Beamte für eine Schusswaffe gehalten haben könnte. Nicht auszuschließen sei auch, dass die Explosion auf den Polizisten wie ein aus der Nähe abgegebener Schuss gewirkt habe.

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