Röntgenstraße

34-Jähriger richtet Waffe auf Polizisten

RECKLINGHAUSEN - Zunächst ging es nur um eine Ruhestörung, dann wäre es beinahe zu einem Schusswechsel gekommen: Die Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag auf der Röntgenstraße einen 34-jährigen Recklinghäuser festgenommen, der eine Waffe auf die Beamten gerichtet hatte.

Gegen 0.05 Uhr war die Polizei wegen der Ruhestörung zur Feldstraße gerufen worden. "Anwohner hatten sich beschwert, dass draußen jemand herumlärmen würde", sagt Polizeisprecher Michael Franz. Vor Ort informierte eine Zeugin die Beamten, dass der Randalierer bereits weitergezogen sei. Die Polizisten folgten dem offensichtlich stark alkoholisierten Mann zu Fuß. Sie forderten ihn auf, stehen zu bleiben - was nicht geschah. Stattdessen bog der Mann in die Röntgenstraße ab. Als ihm die Beamten weiter folgten, stand ihnen der Mann plötzlich mit einer schwarzen Pistole in einem Abstand von wenigen Meter gegenüber. Er richtete seine Waffe in schwenkenden Bewegungen immer wieder auf die Polizisten.

Daraufhin zogen die Beamten selbst ihre Waffen. Sie forderten den Mann mehrfach dazu auf, die Pistole wegzulegen, sonst müssten sie selbst schießen. Nur zögerlich kam der Mann dieser Aufforderung nach, letztlich konnte er festgenommen werden. Erst später stellte sich heraus, dass es sich seiner Waffe um eine Gaspistole handelte. "Diese sind scharfen Waffen nachempfunden und sehen selbst bei Tageslicht täuschend echt aus", weiß Polizeisprecher Franz. "Da rutscht selbst erfahrenen Kollegen schon mal das Herz in die Hose. Und so entstand eine Situation, die beinahe dazu geführt hätte, dass die Beamten selbst geschossen hätten. Glücklicherweise ist der Fall für alle Beteiligten glimpflich ausgegangen." Bei der Durchsuchung des alkoholisierten Mannes fanden die Beamten obendrein Betäubungsmittel. Die weiteren Ermittlungen gegen den 34-jährigen Recklinghäuser dauern an.

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