Roman Bürki

BVB-Torhüter geht unter neuen Voraussetzungen in die Saison

Bad Ragaz - Roman Bürki sieht sich weiterhin als klare Nummer 1 im Tor von Borussia Dortmund - und doch hat sich die Situation für den Schweizer in diesem Sommer verändert.

Roman Bürki geht in seine vierte Saison bei Borussia Dortmund. Vieles ist mit den Jahren zur Routine geworden - und doch ist in diesem Sommer einiges neu für den 27-jährigen Torhüter. Wenn der Schweizer morgens den Trainingsplatz betritt, ist einer nicht mehr, der eigentlich immer da war: Teddy de Beer hat sich in den Torwarttrainer-Ruhestand zurückgezogen. Matthias Kleinsteiber und Thomas Feldhoff leiten jetzt das Training.

"Wenn sie einer bekommen soll, dann du"

Auch Roman Weidenfeller, Bürkis Backup in den vergangenen Jahren, ist nicht mehr da. Weidenfeller hat seine Karriere beendet, allerdings nicht, ohne Bürki noch etwas mit auf den Weg zu geben. "Ich habe ihn gefragt, ob es okay ist, wenn ich ab der kommenden Saison die Nummer 1 trage", erzählt Bürki in einer kleinen Medienrunde im Teamhotel. Weidenfeller habe darauf geantwortet: "Wenn sie einer bekommen soll, dann du." Das habe ihn sehr gefreut - und deswegen ist jetzt auch die Trikotnummer neu.

Damit wird auf dem Papier aus der Nummer 38 die Nummer 1, was Bürki auf dem Platz seit seinem Wechsel aus Freiburg im Sommer 2015 ohnehin immer war. Damals löste er Weidenfeller im BVB-Tor ab, danach war die Rangfolge dauerhaft geklärt. Bürki geht davon aus, dass die Hierarchie so bleibt - auch wenn es in Marwin Hitz einen neuen Herausforderer gibt.

Ein richtiger Herausforderer

"Ich glaube, wer die Aussagen der Verantwortlichen gehört hat, weiß, dass ich die Nummer eins bleibe", hat Bürki bereits im Mai gesagt. Nun bekräftigt er diese Aussage. "Ich will natürlich die Position zwischen den Pfosten behalten." Es störe ihn nicht, dass der neue Trainer Lucien Favre das noch nicht öffentlich klargestellt habe. "Es ist nicht nötig, eine offizielle Ansage zu machen. Wir sind noch in der Vorbereitung. Jetzt muss sich noch niemand dazu äußern, wer am ersten Spieltag zwischen den Pfosten steht."

Auch diese Situation ist neu, Bürki musste solche Fragen lange Zeit nicht über sich ergehen lassen, weil die Antworten feststanden. Das ist jetzt ein bisschen anders. Hitz, der extra auf die WM-Teilnahme in Russland verzichtet hat, ist eben nicht nur Ersatz, sondern ein richtiger Herausforderer - und Bürki war in der vergangenen Saison trotz zwölf Spielen zu Null und aller Treubekenntnisse der Bosse nicht immer fehlerfrei. Es gab überragende Spiele, wie beispielsweise das 1:0 in Gladbach oder das 1:1 in Leverkusen, es gab aber auch ziemlich schlechte Partien, wie beispielsweise das 1:3 bei Tottenham oder das das 1:1 in Nikosia.

Eine Saison mit Höhen und Tiefen

"Die letzte Saison hatte sicherlich Höhen und Tiefen. Das gilt für mich und die ganze Mannschaft", sagt Bürki. Es gehe für ihn darum, Konstanz in die guten Leistungen zu bekommen. Dafür soll auch Hitz sorgen, den Bürki einen "guten Kumpel" nennt. "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Ich bin überzeugt, dass wir uns gegenseitig pushen werden."

Es soll besser werden. Das gilt nicht nur Bürkis Spiel, das gilt für den gesamten Klub - und der Torhüter wähnt den BVB auf dem richtigen Weg. Der Teamgeist sei "top", sagt Bürki, "wir haben sehr gute Typen dazu bekommen". Und dann sagt er noch einen Satz, der tief rückblicken lässt auf die vergangene Saison. "Alle halten sich an die Regeln. Das ist der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit." Es habe viele Unpünktlichkeiten gegeben. Das sei bis jetzt ganz anders, "aber das sollte ja ganz normal sein." Und eigentlich niemandem neu.

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