Rückkehr in den Kader

Weiter Spekulationen um Aubameyangs Zukunft beim BVB

DORTMUND - Auch am Mittwoch gab Pierre-Emerick Aubameyang den zuverlässigen Arbeitnehmer, pünktlich kam er am Trainingsgelände des BVB an. Seiner Rückkehr in den Kader zum Auswärtsspiel bei der Berliner Hertha am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport Player) steht derzeit nichts im Wege. Außer, er wechselt vorher noch den Verein. Denn die Spekulationen um seine Zukunft in Dortmund bleiben.

Um 15:26 Uhr passierte Aubameyang in einem glitzernden und nicht weniger röhrenden SUV den Kreisverkehr auf dem Weg zum Trainingsgelände Borussia Dortmunds. Aubameyang war pünktlich in der Kabine, wie vorgeschrieben 60 Minuten vor dem offiziellen Trainingsbeginn um 16:30 Uhr. Und weil er zudem "gut" trainiere, wie Sportdirektor Michael Zorc ihm auf Anfrage dieser Redaktion ins Zeugnis schrieb, dürfte der Gabuner am Freitag in Berlin in den Kader zurückkehren. Sollte er dann noch beim BVB unter Vertrag stehen.

Neben schon bekannten möglichen Alternativen bei einem tatsächlichen Abschied Aubameyangs noch in dieser Winter-Transferperiode wie Anthony Modeste oder Arsenals Olivier Giroud tauchte am Mittwoch zusätzlich der Name Michy Batshuayi auf dem Radar auf - kein gänzlich unbekannter Spieler in Dortmund. Schon 2013 beobachtete die Borussia den 1,85 Meter großen Angreifer, der dann im Sommer 2014 von Standard Lüttich aber zu Olympique Marseille wechselte und von dort aus nach zwei sehr produktiven Jahren 2016 zum FC Chelsea weiterzog.

Batshuayi ein Kandidat?Weil Batshuayi, mittlerweile 24 Jahre alt, dort zuletzt keine regelmäßige Spielzeit mehr bekam, ist ein Winterwechsel nicht ausgeschlossen. Nach Informationen dieser Redaktion ist sich Chelsea aber bereits mit dem FC Sevilla über eine Leihe bis zum Sommer einig - der Deal ist aber noch nicht perfekt, so lange die Londoner keinen Ersatz verpflichtet haben. Batshuayi wäre auch wohl fest zu haben - dann müsste ein Interessent die 33,1 Millionen englische Pfund hinblättern, die Chelsea seinerzeit nach Frankreich überwies.

Spekulationen um potenzielle Nachfolger für Aubameyang mochte Zorc am Mittwoch wie gewohnt nicht kommentieren. "Es ist alles gesagt zu diesem Thema", meinte Zorc, nach einer durch den Streik Aubameyangs einmal mehr anstrengenden Woche war er um Normalität bemüht. Das war allerdings, bevor die Meldung nach Deutschland schwappte, dass sich Arsenals abwanderungswilliger Angreifer Alexis Sanchez mit Manchester United auf einen Vierjahresvertrag geeinigt hat.

Arsenal sucht einen Sanchez-Nachfolger

Es ist ein komplexes Spiel mit derzeit noch vielen losen Enden. Auch dieser Transfer ist noch nicht offiziell, weil ein entscheidendes Puzzlestück noch fehlt: Das "Ja" von Henrikh Mkhitaryan zu einem Wechsel von Manchester zu den "Gunners" als Bestandteil des Sanchez-Deals. Gibt der ehemalige Borusse dieses Signal zum Trikottausch, bräuchte Manager Arsene Wenger also auch noch einen Ersatzstürmer. Aubameyang? Ein offizielles Angebot für den Torjäger, der sich nach Berichten des "Mirror" persönlich bereits einig ist mit Arsenal (wir berichteten), ist nach Informationen dieser Redaktion bis Mittwoch in Dortmund weiterhin nicht eingegangen.

So kann sich Zorc derzeit damit beschäftigen, die überaus üppig besetzte Abteilung "Innenverteidiger" zu verkleinern. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Neven Subotic noch im Winter zu einem neuen Klub ziehen könnte, ist durch den Trainerwechsel zu Peter Stöger wieder angewachsen - Subotic, der vor Stögers Verpflichtung zwei Liga-Spiele über die vollen 90 Minuten bestritt, ist in der Hierarchie wieder deutlich zurückgefallen und hat beim Wiener Trainer keine Zukunft. Der französische Erstligist St. Etienne soll Interesse haben.

Bartra gibt Rätsel auf

Durch die Verpflichtung von Manuel Akanji stehen derzeit sechs Innenverteidiger auf der BVB-Gehaltsliste, neben dem Schweizer und Subotic noch der Grieche Sokratis, Marc Bartra, Dan-Axel Zagadou und Ömer Toprak. Eindeutig zu viele. "Wir sind da sicher nicht zu schmal besetzt", gibt Zorc zu.

Akanjis Verpflichtung als Konsequenz einer defensiv zunehmend instabilen Hinrunde der Borussia spitzt den Kampf um die beiden Posten zentral vor Torhüter Roman Bürki deutlich zu. Leidtragender nach derzeitigem Stand dürfte neben Subotic vor allem Marc Bartra sein, dessen starke Leistungsschwankungen Rätsel aufgeben. Bartra hat nach einem Stotter-Start in Dortmund groß aufgespielt - seit seiner Armverletzung als Folge des Bombenanschlags im April 2017 bleibt seine Formkurve auf niedrigem Niveau.

Kein Angebot eingegangen

Dass der Spanier, mannschaftsintern extrem beliebt, im Sommer zur WM fahren möchte und daher regelmäßige Einsatzzeiten braucht, ist ein pikanter Randaspekt. Bartra hat allerdings noch nicht signalisiert, dass er weg möchte. Und ein Angebot ist auch für ihn noch nicht eingegangen.

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