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Bürger an der Absperrung vor der Stadthalle. Foto:Weßling

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Zufrieden mit dem bunten Fest

WALTROP - "Es lief so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Marcel Mittelbach. Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende, der das überparteiliche „Bündnis für Demokratie“ moderiert, ist hochzufrieden mit dem Verlauf des Festes am Kiepenkerl-Brunnen.

Ausdrücklich sollte es keine Demo gegen die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle sein, sondern ein Fest, das deutlich macht, wofür die bürgerliche Stadtgesellschaft eintritt. Dass „Die Partei“ sich daran nicht gebunden fühlte und mit anderen, provokanten Tönen auf sich aufmerksam machte, bedauert Mittelbach. Ein wenig Bedauern schwingt bei Mittelbach auch darüber mit, dass manches Stadtrats-Mitglied nicht den Weg zum Fest gefunden hatte, obwohl doch alle sich den Tag frei gehalten haben müssten: Schließlich war eigentlich eine Ratssitzung angesetzt, die auf kommenden Dienstag verschoben wurde. Den positiven Gesamteindruck soll das aber auch für Mittelbach nicht trüben.

Geld für die Schülerfirmen

Begeistert vom Vielfalts-Fest am Kiepenkerl zeigt sich auch Nils Schuchardt, Schulsozialarbeiter der weiterführenden Schulen. Er war mit den Schülerfirmen „Blumentanz“ (THG) und „Green Team“ (Gesamtschule) mit einem Blumenstand vertreten. „Die Schüler haben einen Gewinn von 174,13 Euro erwirtschaftet“, berichtete Schuchardt erfreut. Die Rosen, die die Schüler – Schuchardts Schwerpunkt liegt auf jungen Leuten aus geflüchteten Familien – verkauften, waren überall auf dem Fest-Gelände zu sehen und sorgten so für zusätzliche Farbkleckse. Von dem Geld sollen Banner oder T-Shirts mit dem Schülerfirmen-Logos finanziert werden. Natürlich hatte sich auch die Realschule, als „Europaschule“ fürs Mitmachen prädestiniert, beteiligt: Die Schule-ohne-Rassismus-AG hatte bunte Motive für die Demokratie-Buttons erstellt und diese beim Fest verkauft.

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