Rückzug der hkm Mamagement AG

Hitzige Debatte über Mercaden entbrannt

Dorsten - Nach dem angekündigten Rückzug der hkm Management AG ist in der Stadt eine Diskussion über die Mercaden entbrannt. Viele Dorstener haben den angeblichen "Untergang" kommen sehen und fühlen sich in ihrer anfänglichen Kritik bestätigt. Andere geben dem Einkaufszentrum durchaus Chancen und fordern eine Ursachenforschung.

Nach dem angekündigten Rückzug der hkm Management AG ist in der Stadt eine Diskussion über die Mercaden entbrannt. Viele Dorstener haben den angeblichen "Untergang" kommen sehen und fühlen sich in ihrer anfänglichen Kritik bestätigt. Andere geben dem Einkaufszentrum durchaus Chancen und fordern eine Ursachenforschung.

Die Berichterstattung der Dorstener Zeitung ist seit Samstagmorgen Anlass für eine Debatte auf unserer Facebook-Seite und in anderen Foren. Denn die Leerstände vor allem im Erdgeschoss sind augenfällig, seit Monaten bewegt sich offenbar nichts in den Mercaden. Zuletzt meldete eine Reinigung Insolvenz an, die Rollladen sind wie bei anderen Ladenlokalen heruntergelassen. Sandra Bartling wünscht den Mercaden einen Investor, der "noch mal an die Läden drangeht. Kaufland, Müller, der Bäcker - das passt schon. Ein GameStop wäre auch schön, aber es gibt definitiv zu viele Nagelstudios." New Yorker, Jack & Jones, Runners Point oder "einen Sportladen" wünschen sich manche Dorstener.

Viele halten Mercaden für Fehlplanung

Für Ulla Menzel ist "das ganze Ding ein Paradebeispiel für eine Fehlplanung. Von vorne bis hinten unattraktiv, architektonisch wenig ansprechend, die tolle Lage direkt am Wasser ungenutzt und ein Mieterkonzept, das zum Scheitern verurteilt ist."

Ein Kritikpunkt war schon in der Bauphase die Architektur der Mercaden. Die gute Lage am Kanal sei nicht genutzt worden, heißt es auch jetzt immer wieder. Andere glauben, dass die Mieten in den Mercaden zu hoch sind. Wie Diane Demmer ("In ein paar Jahren werden die Mercaden genauso leerstehen wie damals das Lippetor-Center") glauben viele Dorstener, dass das Einkaufscenter sich nicht wird halten können. Es sei denn, viele Menschen denken so wie Gudrun Franken. Die Gladbeckerin findet die Geschäfte ansprechend. "Was will ich mehr? Ich hoffe, im Sommer draußen mein Eis essen zu können."

"Sachlich analysieren"

Mike Cornelis sieht nur einen Weg aus der Mercaden-Krise: "Wenn es den Betreibern nicht gelingt, Dorstener Unternehmer für dieses Center zu begeistern und eine Brücke zur Altstadt nicht nur im Geiste gebaut wird, wird es untergehen."

Dirk Hartwich hält es nicht für angebracht, "weiter draufzuhauen, sondern sachlich zu analysieren und sich der Wirklichkeit zu stellen. Und die verspricht für Standardeinkaufszentren nichts Gutes. Das Käuferverhalten geht in eine andere Richtung."

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