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Endstation Manchester: Das 0:7 bei den „Citizens“ dürfte für mindestens eine Saison das letzte Schalker Spiel in der Champions League gewesen sein. Ralf Fährmann (l.) und seine Mitspieler sind entsprechend enttäuscht.

Schalke-Fakten

Neue Rekordzahlen und mahndende Botschaften

Gelsenkirchen - Schalkes Finanzvorstand Peter Peters legt Fakten auf den Tisch. Eine davon lautete: Man kann auch mit relativ wenig Geld sportlich erfolgreich sein.

Als Beispiel führte der 56-Jährige immer wieder Eintracht Frankfurt an, wo es Sportvorstand Fredi Bobic gelungen ist, mit klugen Transfers eine starke Mannschaft aufzubauen, die auch international in der Europa League für Furore sorgt. Dies hat der zurückgetretenen Schalker Sportvorstand Christian Heidel überhaupt nicht geschafft. Das sprach Peters zwar nicht aus, aber jeder der anwesenden Medienvertretern konnte sich seinen Teil denken.

Im Gegensatz zu Heidel sind Peters und auch Marketing-Vorstand Alexander Jobst der Meinung, dass Schalke auch weiterhin die wirtschaftlichen Möglichkeiten besitzt, sportlich im oberen Drittel der Tabelle mitzuspielen. Peters: „Das sollte das Ziel bleiben.“ Heidel sei laut Peters eher „ein Anhänger einer Zielkorrektur“ gewesen.

Dafür sieht der Finanzvorstand keinen Anlass, auch wenn die Geschäftszahlen für 2018 sich im Jahr 2019 nicht wiederholen lassen. Die Teilnahme an der Champions League (rund 60 Millionen Euro) und Transfererlöse (vor allem die 37 Millionen Euro für Thilo Kehrer) bescherten den Königsblauen den Rekordumsatz von 350,4 Millionen Euro. Die Umsatzsteigerung betrug 110,3 Millionen Euro. Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte knackte Schalke die 300-Millionen-Euro-Marke. Auch einen Gewinn von 40,5 Millionen Euro gab es noch nie.

Gesamtschulden des FC Schalke 04 liegen bei 220 Millionen Euro

„Wir haben ein paar Meilensteine erreicht, die für Schalke beeindruckend sind“, freute sich Peters, wohlwissend, dass er für 2019 ganz andere Zahlen präsentieren wird. Dann geht der Finanzvorstand „nur“ noch von einem Umsatz von 250 Millionen Euro aus und einem negativen Jahresergebnis im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Verantwortlich für diese Prognose ist das enttäuschende sportliche Abschneiden in dieser Saison. Champions-League-Einnahmen werden Schalke in der Saison 2019/20 fehlen. Außerdem wird der Verein bei den TV-Geldern, die durch den neuen Fernsehvertrag enorm gewachsen sind, von Platz vier wohl auf Rang sieben abrutschen.

Die Finanzverbindlichkeiten bei den Banken betragen in dem neuen Geschäftsbericht 144 Millionen Euro, die Gesamtschulden des FC Schalke 04 liegen bei 220 Millionen Euro. „Als eingetragener Verein werden wir immer Verbindlichkeiten haben. Anders können wir uns nicht finanzieren,“ betonte Peter Peters. Problematisch wäre die Lage, wenn Schalke keine Gegenwerte besitzen würde. Aber das ist mit der Arena, dem Vereinsgelände sowie der Infrastruktur und diversen Rechten (Marketing, Catering, Sponsoring, etc.) immer noch der Fall.

Außerdem ist das Eigenkapital mit 7,6 Millionen Euro erstmals seit Jahrzehnten positiv. 2012 gab es noch ein Minus von 75,7 Millionen Euro, im Vorjahr ein Minus von 32,8 Millionen Euro. „Wir haben eine starke Basis, aber wir müssen sportlich die Kurve kriegen. Es geht darum, unsere Mittel klug und richtig einzusetzen“, betonte der Finanzvorstand. Wie es zum Beispiel bei Eintracht Frankfurt geschehen ist.

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