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Ralf Fährmann (am Ball) steht am Mittwoch im Schalker Tor. Der Einsatz von Matija Nastasic (r.) ist fraglich.

Schalke gegen Düsseldorf

DFB-Pokal als letzte Ausfahrt nach Europa

Gelsenkirchen - Eine Personalie ist vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf bereits geklärt: Ralf Fährmann wird am Mittwoch (20.45 Uhr / Sky) zwischen den Schalker Pfosten stehen. „Ich stehe zu meinem Wort, alles andere wäre auch nicht fair gegenüber Ralf. So ist es klar kommuniziert. Die nächsten zwei Bundesliga-Spiele wird er logischerweise auch im Tor stehen“, sagte Trainer Domenico Tedesco. Dann heißen die Gegner Bayern München und SC Freiburg.

Auch bei Pokalgegner Düsseldorf ist die Torwartfrage ein heißes Thema. Trainer Friedhelm Funkel kündigte an, dass der 39 Jahre alte Neuzugang Jaroslav Drobny im Fortunen-Tor stehen werde. Der Routinier erhält den Vorzug vor Michael Rensing. Funkel: „Wir haben gesagt, dass unser zweiter Torhüter im Pokal spielt und dabei bleiben wir auch.“

Was die Schalker Aufstellung betrifft, deutete sein Trainerkollege Domenico Tedesco an, dass er keine große Rotation plant. Die Partie gegen Mönchengladbach sei zwar ergebnistechnisch ein Rückschlag gewesen, doch eine Stunde lang habe seine Mannschaft gegen den Tabellendritten mindestens auf Augenhöhe gespielt. „Wir haben eine gute Struktur. Das Team fühlt sich positiv“, so der Schalker Trainer, der noch um den Einsatz von Matija Nastasic bangt. Der Innenverteidiger klagt über Wadenprobleme. Sollte er ausfallen, würde der Wolfsburger Neuzugang Jeffrey Bruma zu seinem Pflichtspieldebüt für die Königsblauen kommen.

Dass Schalke in dieser Saison viele Probleme hat, ist keine neue Erkenntnis. Tedesco beklagte am Dienstag die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive. „Wir erarbeiten zu wenige Torchancen.“ Schalke-Legende Olaf Thon kritisierte in einer Kicker-Kolumne „die fehlende Gier im defensiven Mittelfeldzentrum, Zweikämpfe gewinnen zu wollen“. Dieses Manko wurde besonders augenfällig vor dem Gladbacher Führungstreffer, als Sebastian Rudy einfach stehen blieb.

Personelle Veränderungen in diesem Mannschaftsteil scheint Tedesco jedoch nicht zu planen. „Nabil Bentaleb und Sebastian Rudy machen es gut aktuell.“ Und Omar Mascarell, der in der Rückrunde noch keine Minute zum Einsatz kam? Antwort Tedesco: „Nabil und Sebastian sind ein Tick vorne. Das kann sich aber zügig ändern. Omar wartet auf diesen Moment, er gibt sich und uns ein gutes Gefühl. Da sind keine Welten dazwischen.“

Harit wohl wieder fit

Amine Harit dürfte nach seiner Muskelverletzung in den Kader zurückkehren. Für Guido Burgstaller, den wochenlang eine Achillessehnenreizung plagte, kommt eine Nominierung trotz seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining jedoch noch zu früh. Und Rabbi Matondo? Tedesco erwägt, den 18-Jährigen in die Startelf zu berufen. „Er kann mit seiner Qualität und seinen Fähigkeiten belebend auf unser Spiel einwirken. Er ist eine Option“, so der Schalker Trainer.

Für S04 steht gegen Düsseldorf sehr viel auf dem Spiel. Angesichts einer schwachen Bundesligasaison und neun Punkten Rückstand auf Rang sechs sowie dem schweren Los in der Champions League mit Manchester City als Gegner, bleibt wohl nur noch der DFB-Pokal als Strohhalm, um auch in der nächsten Saison international zu spielen. Eine kleine Chance, die Schalke nutzen will.

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