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In NRW sei mit weiteren Wolfsansiedlungen zu rechnen, denkt Ministerin Ursula Heinen-Esser.

Schermbeck

So geht es weiter mit Wölfin "Gloria"

Wölfin "Gloria" ist im Bereich Schermbeck unterwegs. Soll sie vertrieben werden? Oder gar getötet? Dazu äußert sich jetzt der Kreis Wesel:

Die Wölfin "Gloria", die im Gebiet von Schermbeck im Kreis Wesel lebt, bleibt vorerst unter Beobachtung. Der Kreis Wesel ist in Übereinstimmung mit dem NRW-Umweltministerium zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass eine "Entnahme" - also eine Tötung - oder Vergrämung (Vertreibung) des Tieres unter den gegebenen Umständen nicht zu rechtfertigen ist. Stattdessen setzt der Kreis auf konsequente Herdenschutzmaßnahmen.

In NRW ist mit weiteren Wolfsansiedlungen zu rechnen

Zuletzt hatte es im Wolfsgebiet Schermbeck in der Nacht zum 19. Dezember und in der Nacht zum 24. Dezember 2019 Funde von getöteten Schafen auf Weiden gegeben. Seither gab es keinen weiteren Nachweis der Wölfin. Der Besitzer der Schafe hatte einen Antrag auf Entnahme oder Vergrämung gestellt. Eine endgültige Entscheidung soll erst nach der Auswertung der Stellungnahme des Tierhalters gefällt werden. Es wird zudem geprüft, wo der Kreis Wesel weitere Hilfestellung leisten kann.

Zum Umgang mit dem Wolf generell sagte Landes-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Ziel unserer Naturschutzpolitik ist, zu lernen, mit dem Wolf zu leben und unsere Weidetierhaltung dafür bestmöglich vorzubereiten. In Nordrhein-Westfalen ist künftig mit weiteren Wolfsansiedlungen zu rechnen. Deswegen sind wir an die Europäische Kommission herangetreten, um die Förderrichtlinien Wolf zu notifizieren, damit die bestehenden Fördermöglichkeiten auch von den Berufsschäfern genutzt werden können." Zurzeit sei das noch nicht in ausreichendem Maße der Fall.

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