Schlaglöcher und Straßenschäden prägen Dortmund

Schlagloch-Hopping quer durch die Stadt

Dortmund - Es gibt Straßen in Dortmund, die sind geprägt von Schlaglöchern. Stetig zunehmender Verkehr auf altem Asphalt, teils schlechte Qualität beim Straßenbau und Arbeiten für wichtige Ver- und Entsorgungsleitungen machen Dortmund zu einer Dauerbaustelle. Manche schwere Schäden sind Jahrzehnte alt.

Das Tiefbauamt der Stadt Dortmund möchte allein im Jahr 2018 fast 38 Millionen Euro für Straßenbau und -sanierung ausgeben. Im eigenen Amt und bei den Bauunternehmen fehlen die Kapazitäten für noch mehr Aufträge, die zu erledigen wären. Jahrzehnte alte Straßenschäden, aus 1000 Einzelteilen bestehende Flickenteppiche, teils schlechte Arbeitsqualität beim Konjunkturprogramm 2 und eine stetig steigende Belastung der Straßen sind die Gegner der Ingenieure und Arbeiter.

Lkw als Verursacher für Straßenschäden

Als Verursacher für die Straßenschäden vor seiner Haustür und zwischen Aplerbeck und Berghofen hat Anwohner Hans-Joachim Fillies die 40-Tonner unter den Lkw ausgemacht. Die dicken Brummer erkennt der frühere Berufskraftfahrer sofort. Eigentlich haben die Schwergewichte auf der Straße nichts zu suchen. Denn auf dem kurzen Stück zwischen Apolloweg in Berghofen und der Fuldastraße in Aplerbeck fahren die 40-Tonner über eine Brücke. Obergrenze: 24 Tonnen.

Seit fünf Jahren wohnt der Rentner an der Wittbräucker Straße. Als die Stadt Dortmund diese Straße im Jahr 2009 mit Geld aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung sanieren ließ und der Verkehr über Flüsterasphalt rollen sollte, war bei Anwohnern die Freude groß: Eine schöne neue Straße vor der Haustür. Obendrein mit Flüsterasphalt. Doch kaum waren die Bauarbeiter abgerückt, tauchten die ersten Fahrbahnschäden auf. 2014 musste der Unternehmer nachbessern. Asphalt bröselt weiter vor sich. Flicken säumen die Strecke.

10 Prozent der Straßen haben Schäden

Laut Tiefbauamt ist jede zehnte Dortmunder Straße beschädigt - eine über die Jahre konstante Zahl. Hier ein Überblick über Straßenschäden:

Straßenschäden entstehen an Schwachstellen

Gefährdet sind sogar intakte Straßen. Immer dann, wenn Gas- oder Stromleitungen und Kanäle erneuert werden, müssen Tiefbauer die Asphaltschicht aufreißen. Beim Verschließen entstehen Nähte. Das sind die Schwachstellen, an denen Wetter und Verkehr angreifen. Beispiele für marode Straßen zeigen wir hier:

Die Uralt-Straßenschäden

Als Beispiele für alte, auffällige und typische Straßenschäden haben wir die Stadt Dortmund zu verschiedenen Schlaglöchern und Straßen befragt:

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