Schlakks

Dortmunder Rapper erklärt in neuem Song einem Alien die Welt

Dortmund - Der Dortmunder Rapper Schlakks bringt im September sein drittes Album heraus. In der neuen Single "Worüber reden wir hier?" erklärt er einem Alien in der Nordstadt die Welt.

"Den großen und kleinen zwischenmenschlichen Wahnsinn" behandelt der seit zehn Jahren in Dortmund lebende Frederik "Schlakks" Schreiber in seinen Texten. Im September bringt der 30-jährige Rapper sein neues Album "Indirekte Beleuchtung" heraus.

Musik wollte er schon immer machen, was unter anderem an seiner Begeisterung zur Sprache selbst liege, erzählt Schlakks. In Dortmund hat er Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften studiert. Während des Studiums hat sich das mit der Musik immer mehr abgezeichnet. "Es gab in dem Sinne keinen großen Durchbruch, Studium und Musik ist ineinander übergegangen", sagt Schlakks. Zum Teil seien es persönliche Erlebnisse, zum anderen werfe er einen kritischen Blick auf das große Ganze.

Video-Dreh im Sissikingkong

Auch in seiner am Montag (16. 7.) neu veröffentlichten Videosingle "Worüber reden wir hier?" befasst sich Schlakks mit aktuellen gesellschaftlichen Konfliktpunkten. Mit einem Alien sitzt er in der Bar Sissikingkong, welche Drehort des Videos war, und beantwortet die Fragen, wie das mit dem Zusammenleben auf der Erde so geregelt ist, welche Probleme auftauchen.

Schlakks benennt einige Alltagsprobleme: die Kassiererin im Supermarkt etwa, die keine neue Kasse aufmacht; und den Postboten, der manchmal im Treppenhaus nicht bis ganz oben läuft. Schlakks meint das ironisch: Solche Dinge nerven manchmal - wirkliche Probleme sind sie aber nicht. Und sie verblassen vor anderen, wirklich wichtigen Themen, die Schlakks in "Worüber reden wir hier?" anspricht: die Armut vieler Menschen und der Umgang mit den vielen Flüchtlingen, die nach Europa kommen.

Der Refrain und gleichzeitige Titel der Single "Worüber reden wir hier?" ist somit auch als Appell zu verstehen, sich über wichtige Themen Gedanken zu machen und zu diskutieren. Und eben weniger über die scheinbar unfreundliche Supermarktkassiererin und den vermeintlich lauffaulen Postboten.

Songs sind mal entspannt, mal verjazzt

"Indirekte Beleuchtung" ist das dritte Album des Rappers Schlakks, welches in Zusammenarbeit mit den beiden Produzenten Opek und Razzmatazz entstand.

Insgesamt umfasst das Album 18 Songs. In der Pressemeldung heißt es, das Trio präsentiere einen offenen und warmen Sound, mit Live-Flair und verbinde klassisches Sampling mit Live-Instrumentalisierung. Die Tracks seien mal entspannt und verjazzt, mal nach vorne gehend, mal mit Funk und mal eher basslastig.

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