Schlechtes Wetter

Regen verhagelt dem Weihnachtsmarkt die Bilanz

Dortmund - Das schlechte Wetter verdirbt 2017 die Weihnachtsmarkt-Bilanz - zumindest für Händler, die keinen Glühwein und keine Bratwurst anbieten. Und das, obwohl die Veranstalter wieder etwa 1,5 Millionen Besucher zählten. Für 2018 gibt es bereits neue Ideen.

Am 30. Dezember endet in Dortmund der Weihnachtsmarkt 2017. Viel Regen verwässert den Weihnachtsmarkt-Händlern bisher die Bilanz. "2017 war durchwachsen. Beim Essen und Trinken blieben die Einbußen noch im Rahmen, aber für Händler war das ein schwieriges Geschäft. Das liegt eindeutig am miesen Wetter", sagt Patrick Arens vom Schaustellerverein Rote Erde. Der Umsatz sei "dem Wetter entsprechend gewesen", berichtet der für den schönsten Weihnachtsmarkt-Stand ausgezeichnete Süßwarenverkäufer Andreas Hoster vom Hansaplatz. Dortmund ist für den 49-Jährigen ein guter Standort. Ihm gefällt das international zusammengesetzte Publikum.

"Drei Wochen Regen - das kann nicht gut funktionieren", meint auch Carola Gehring, die an der Petrikirche und auf dem Hansaplatz belgische Pralinen verkauft. Seit 1994 handelt sie in Dortmund mit deliziösen Spezialitäten. Neuerdings auch in Münster. Doch dort liefen die Geschäfte nicht so gut wie in Dortmund, lautet ihr Fazit pro Dortmund.

"Einer der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt"

Einen gelungenen Start legte Henriette Bügler an der Katharinenstraße hin. Ihre mobile Pasta-Manufaktur produziert frische italienische Küche nach sizilianischem Vorbild: Spaghetti oder Rigatoni und Soßen-Zutaten wendet und veredelt das Team in einem großen ausgehöhlten Parmesankäse-Laib. Das schlechte Wetter verdirbt ihr nicht die Laune. "Für mich ist Dortmund einer der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt. Ich komme auf jeden Fall wieder."

Die Dürenerin gehörte 2017 zu den zehn Prozent der über 300 Händler, die Jahr für Jahr entweder kommen oder gehen. Manche halten sich so eben über Wasser, andere kommen gut über die Runden. Wie Henriette Bügler, Carola Gehring und Andreas Hoster. Patrick Arens und das Weihnachtsmarkt-Gremium des Schaustellervereins und der Dortmunder Markthändler wollen die in den vergangenen Jahren von Sicherheitsthemen dominierte Organisation wieder stärker auf Attraktivitäts-Steigerungen ausrichten. Patrick Arens:

Ideen für den Weihnachtsmarkt 2018

"Wir wollen kreativer und interaktiver werden und brauchen dafür etwas, worüber die Gäste auf dem Nachhauseweg reden." Verbessern wollen die Organisatoren aus dem Weihnachtsmarkt-Gremium 2018 auch die Aufenthalts-Qualität. Mehr Sitzgelegenheiten und eine schönere Atmosphäre durch gemütliches Licht an den Zugängen sollen 2018 dazukommen. Patrick Arens: "Licht wird ein großes Thema sein."

2017 besuchten wieder rund 1,5 Millionen Dortmund-Gäste den 119. Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. An 80 Prozent der Stände verkaufen Händler ihre Waren. 20 Prozent sind Gastronomie-Stände. Pro Tag arbeiten etwa 1200 Personen auf dem Weihnachtsmarkt, der zu den fünf größten in Deutschland zählt. Im Sommer 2018 steht die Händler-Auswahl für den nächsten Weihnachtsmarkt fest.

Bloggerin aus Japan filmt den Weihnachtsmarkt

Für hohe Frequenz sorgten auch 2017 wieder Busse mit Gästen aus Polen, Niederlande, Belgien sowie Japan und China. Eine Bloggerin aus Japan veröffentliche einen sieben Minuten dauernden Videofilm über den Dortmunder Markt.

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