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Der Test beweist: Im Ernstfall wird es sehr eng. Die Parksituation bei BVB-Heimspielen, bei denen Besucher von auswärts das Wohngebiet oftmals regelrecht zuparken, hat die Berufsfeuerwehr jetzt mithilfe von Anwohnern nachgestellt. Im Bereich der Schönaustraße und der Straße Am Talenberg müssten Löschfahrzeuge kräftig manövrieren, wenn es dann zu einem Einsatz kommen sollte.

Schönaustraße

Stadt kämpft mit Flyer gegen Falschparker bei BVB-Spielen

SCHÖNAU - Kurz vor dem nächsten BVB-Heimspiel gegen Darmstadt (Sa., 15.30 Uhr) hat die Stadt jetzt einen Flyer vorgestellt, der Falschparker an der Schönaustraße auf ihr Verhalten hinweist. Wir erklären, was hinter dieser Idee steckt.

Was ist das Problem?

Leidgeprüft sind die Anwohner der Schönaustraße besonders bei Heimspielen von Borussia Dortmund: Stadionbesucher parken das nahegelegene Wohngebiet dann regelrecht zu, nehmen keine Rücksicht auf Engstellen, Durchfahrten oder Parkmarkierungen.

Was macht die Stadt dagegen?

Im Wohngebiet sind nun mit Abschluss der Baumaßnahmen spezielle Flächen fürs Parken gekennzeichnet. So soll verhindert werden, dass die Rettungswagen buchstäblich stecken bleiben. „Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind generell (nicht nur bei BVB-Spielen) auf eine Anfahrt ohne Behinderungen angewiesen“, heißt es dazu in der Mitteilung der Stadt. Denn: Feuerwehrfahrzeuge sind in der Regel auf LKW-Fahrgestellen aufgebaut und benötigen deshalb eine Mindestfahrbahnbreite von 3 Metern – und wenn die Drehleiter benötigt wird, sogar Platz von mindestens 5,40 Metern.

Und was machen die Anwohner?

Einige Nachbarn parkten ihre Autos bei einem Ortstermin mit der Feuerwehr bewusst außerhalb der Markierungen, um zu verdeutlichen, dass ein problemloser Einsatz für die Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge dann nicht mehr möglich ist. In mehreren Einwohnerversammlungen der Bezirksvertretung Hombruch hatten die Betroffenen zuvor genau das mit Vertretern der Politik diskutiert.

Und nun?

Das Ordnungsamt hatte zuletzt bei Heimspielen sogenannte Schwerpunktmaßnahmen durchgeführt, kurzum: Knöllchen geschrieben und teilweise, in Extremsituationen, sogar abschleppen lassen. Aber auch das altbewährte „wer nicht hören will, muss fühlen“ nutze nur wenig, immer neue Falschparker oder sogar „alte Verdächtige“ parkten das Wohngebiet zu. Knöllchen verteilen darf die Feuerwehr selbst nicht, wohl aber Zettel hinter die Windschutzscheiben klemmen.

Mehrere hundert Flyer hat die Feuerwehr dafür erstellt, die Autofahrer dafür sensibilisieren sollen, so zu parken, dass Rettungsfahrzeuge durchkommen können. Denn, so steht es in weißen Lettern deutlich auf dem Flugblatt geschrieben: „Im Ernstfall entscheiden oft Sekunden.“

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