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Großer Kunstmarkt lockte zum 12. Mal in die Kaue

MENGEDE - Künstler und Handwerker boten am Wochenende beim 12. "Kunst in der Kaue"-Markt wieder Selbstgefertigtes an. Auswahl und Kreativität waren groß.

Weiße Weihnachtskugeln und alte Teekannen glimmen aus sich heraus, Schmuck funkelt bunt im Licht, Gemälde strahlen in kräftigen Farben; bunt bemalte Möbel und Skulpturen aus Holz, Metall und Kunstspachtel sowie Taschen, Schals und Mützen suchen einen Käufer. In der ehemaligen Kaue ist ein Stimmengewirr zu hören, das gedämpft erscheint, als verfingen sich die Klänge der Gespräche zwischen Künstlern und Interessierten irgendwo unter der hohen Decke. Eine Mischung aus Marktplatz und Museum in Mengede.

Mit Zinnen besetzt und mit Türmchen versehen ist das im Stil der Backsteingotik erbaute Kauengebäude der früheren Zeche Adolf von Hansemann ein Beispiel für Baukunst der Industriekultur und beheimatet zum zwölften Mal den Kunstmarkt "Kunst in der Kaue".

Sylter Leuchttürme zum TräumenDie Eheleute Petra und Martin Naujokat besuchen den Kunstmarkt zum ersten Mal. "Es kann ja nur schön sein", dachte sich Petra bei der Entscheidung, hier hin zu kommen. "Allein schon wegen der tollen Umgebung", sagt sie. Auch für die ausstellenden Handwerker und Künstler ist der Ort ein besonderer, wie die Acrylmalerin Maria Demandt erzählt: "Ich bin das vierte Mal hier, und ich werde immer wieder kommen. Das Ambiente finde ich total schön." Sie zeigt und verkauft an ihrem Stand Gemälde mit gegenständlichen Motiven wie Leuchttürmen der Insel Sylt, doch auch abstrakte Kunst gehört in ihr Repertoire.

Austausch ist den Künstlern besonders wichtig

Neben dem Präsentieren der eigenen Werke gehört für viele auch der Austausch unter den Künstlern zur Veranstaltung. "Ich habe immer den gleichen Platz hier und wunderbare Nachbarn. Man kennt sich", sagt Maria Demandt. "Man kommt hier in schöne Gespräche", erklärt auch der Hobbykünstler Bernd Ranke. So wie die anderen Aussteller erzählt er Interessierten gerne, wie seine Kunstwerke entstehen. Er hat sich von einem befreundeten Goldschmied Feinheiten des Handwerks beibringen lassen und formt jetzt unter anderem Tafelsilber zu Skulpturen, die auch als Gebrauchsgegenstände genutzt werden können.

Geschwungene Libellen aus Gabeln und Glaslinsen

So entstehen aus Gabeln und Glaslinsen geschwungene Libellen, die unter den Flügeln Servietten halten. "Manches ist von Gesehenem inspiriert, vieles sind meine eigenen Kreationen. Die Ideen kommen nämlich oft erst dann, wenn man das Material in der Hand hält", so Ranke.

"Ich weiß aus Erfahrung, dass es samstags etwas mau ist. Sonntags ist dann viel los hier", sagt er. "Morgen werde ich hier vor Ort arbeiten." Kurz darauf schwingt er schon den Kunststoffhammer. Petra Naujokat hat sich einen Ring ausgesucht, der mal eine Gabel gewesen ist und jetzt vom Hobbykünstler in der Größe angepasst wird. Trotzdem darf sie nicht mit dem Ring am Finger nach Hause. Der nämlich kommt unter den Weihnachtsbaum.

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